Gesunde Ernährung von klein auf

Asha Marquardt

 

Ernährung soll guttun und die Kinder mit allem versorgen, was sie brauchen, um gesund und groß zu werden. Bereits in der frühen Kindheit werden die Grundlagen für den Umgang mit Hunger und Sättigung sowie Gewohnheiten beim Ess- und Trinkverhalten gelegt.

Säuglinge im ersten Lebensjahr werden von der reinen Milchernährung über die B(r)eikost bis zum Übergang zur Familienkost Schritt für Schritt an das Familienessen herangeführt.

Jedes Kind ist anders, und so sind Kinder auch sehr unterschiedlich in ihrer Entwicklung. Zum Ende des ersten Lebensjahres können beispielsweise die einen schon sehr früh eigenständig abbeißen und kauen, andere können dies erst später.

Zudem sind die Entwicklungsfortschritte in diesem Alter sehr groß! Daher ist es wichtig, den individuellen Entwicklungsstatus eines jeden Kindes zu beachten, z.B. wie gut kann es schon kauen, wie neugierig ist es, und möchte es schon früh das Gleiche essen wie die Eltern oder die älteren Geschwister.

Eine ausgewogene Mischkost innerhalb des allgemeinen Familienessens wird für die Kleinen ab Beginn des zweiten Lebensjahres empfohlen. Bei der Lebensmittelauswahl sind allerdings einige Besonderheiten zu beachten.

Schwer verdauliche oder blähende Speisen schrittweise einführen

Der gesamte Verdauungsapparat hat sich bis zum Anfang des zweiten Lebensjahres zwar vollständig entwickelt, jedoch ist er noch nicht so belastbar wie bei einem Erwachsenen. Erfahrungen zeigen, dass stark blähende Lebensmittel wie Hülsenfrüchte (z.B. Bohnen, Linsen, Gemüse) oder Zwiebeln die Verdauung beeinträchtigen, sodass es zu Bauchschmerzen kommen kann. Dabei ist die Gemüseerbse nicht stark blähend. Sie wird meist gut vertragen und ist auch sehr beliebt bei Kleinkindern. Und die Gemüsesorten Blumenkohl und Brokkoli sind keine "Kohlsorten". Sie gehören zu den sogenannten "Blütenständen", sind nicht stark blähend und können von Kleinkindern ohne Probleme verzehrt werden.

Ebenso schwer verdaulich sind sehr fettige und geröstete Speisen, die daher gemieden werden sollten.

Harte und kleinstückige Lebensmittel meiden

Wenn erst die Backenzähne da sind, verbessert sich die Fähigkeit zu kauen erheblich. In der Zeit davor kann das Kauen für das Kind schwierig sein, vor allem bei harten Lebensmitteln (wie rohe Karotte oder Gurke) oder bei Lebensmitteln mit einer harten Schale oder Haut (wie Paprika, Tomate oder Erbse). Solche Lebensmittel sollten dann kleingeschnitten oder zerdrückt werden. Besondere Vorsicht ist bei kleinen, harten Lebensmitteln wie Heidel- oder Johannisbeeren, Trauben, Rosinen und ganzen Nüsse geboten. An diesen können sich kleine Kinder leicht verschlucken.

Autorin

Asha Marquardt ist Ernährungsberaterin bei apetito. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.apetito.de.