Kriterien für die Speiseplanung in Kindertageseinrichtungen

Doris Becker

 

Durch eine abwechslungsreiche Speiseplanung wird der Bedarf der Kinder an Nährstoffen wie Vitaminen und Mineralstoffen gedeckt. Alter, Geschlecht und körperliche Aktivität der Essensteilnehmer haben Einfluss auf die Portionsgröße und die Speiseplanzusammenstellung. Darüber hinaus sind ethische Anforderungen, regionale Gewohnheiten und eventuell auch Preisgrenzen zu beachten.

Durch das Angebot eines abwechslungsreichen Speiseplans kann ein wichtiger Schritt in Richtung vollwertige Ernährung gemacht werden. Um die Ausgewogenheit der Nährstoffe innerhalb einer Woche zu sichern, ist Folgendes zu beachten:

  • wöchentlich ein qualitativ hochwertiges Fleischgericht
  • wöchentlich ein Hack- oder Wurstgericht
  • wöchentlich ein Eintopfgericht
  • wöchentlich ein Fisch- oder Geflügelgericht
  • mindestens ein vegetarisches Gericht
  • eventuell ein süßes Hauptgericht
  • mindestens zweimal wöchentlich eine Gemüsebeilage
  • mindestens einmal wöchentlich Salat oder Rohkost
  • mindestens zweimal wöchentlich Dessert (frisches Obst, Milchprodukte)

Um dem Geschmack der Kinder gerecht zu werden, sollten ständige Wiederholungen an bestimmten Tagen (z.B. freitags immer Fisch) oder immer die gleichen Kombinationen der Menüs vermieden werden. Eine optisch ansprechende Zusammenstellung der Menükomponenten steigert den Appetit.

Bei der Speiseplanung sind darüber hinaus noch äußere Bedingungen wie Alter und Geschlecht, aber auch die Beliebtheit der Speisen und die sensorische Qualität zu berücksichtigen. Die beiden biologischen Faktoren Alter und Geschlecht beeinflussen im Wesentlichen den Energiebedarf und damit die Portionsgröße der Kinder. Auch ethnische Anforderungen, z.B. bei Moslems die Ablehnung von Schweinefleisch, sind bei der Menüplanung zu beachten.

apetito bietet neben der persönliche Ernährungsberatung Unterstützung bei der individuellen Speiseplanung. In Musterspeiseplänen ist aufgezeigt, wie eine abwechslungsreiche Speiseplanung pro Woche aussehen kann. Diese speziell auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen ausgerichteten Speisepläne wurden durch Ernährungswissenschaftler erstellt. Musterspeisenpläne können damit eine Basis für Ihre eigene Speiseplanung sein, in der dann spezielle Anforderungen, z.B. regionale Besonderheiten, berücksichtigt werden können.

Autorin

Dr. Doris Becker ist bei der Firma apetito in der Ernährungsberatung tätig.