Rezension

Gerhard Friedrich, Viola de Galgóczy, Cornelia Klein: Mit Kindern philosophieren. Gemeinsam staunen - fragen - verstehen. Weinheim, Basel: Beltz 2013, 113 Seiten, EUR 24,95 - direkt bestellen durch Anklicken

 

In diesem Buch werden Fragen von Kindern zu Themen aufgegriffen, die für die Gestaltung des eigenen Lebens relevant sind. So geht es in dem "Geschichtenteil", der mit 86 Seiten den Schwerpunkt des Praxisbuchs bildet, um die acht Themen Freundschaft, gut und böse, arm und reich, Religion, Wettbewerb/ Erfolg/ Misserfolg, Gesundheit/ Krankheit/ Tod, Ausgrenzung/ Anderssein und Glück. Zu jedem dieser Themen wird zunächst eine Geschichte erzählt, in dem die Grundschulkinder Lutz und Leonie für die Thematik relevante Erfahrungen machen. Aus dieser Geschichte ergeben sich Fragestellungen, die zum Nachdenken, Philosophieren und Diskutieren einladen. Auch werden anhand von Interviews mit Erwachsenen mögliche Antworten sowie bekannte Zitate von Philosophen vorgestellt, die den weiteren Verlauf der Gespräche mit den Kindern bereichern können. Schließlich werden Mal- und Bastelideen, Spiele, Lieder, Theaterstücke, Rezepte, Anleitungen für Experimente und Vorschläge für Ausflüge präsentiert, die zur jeweiligen Thematik passen.

Im kurzen "Grundlagenteil" wird der Begriff "Philosophie" definiert und die Bedeutung des Philosophierens für die kindliche Entwicklung betont. Es wird skizziert, wie man mit Kindern philosophisch-ethische Fragen aufgreifen kann, was am Beispiel "Zeit" ausführlich verdeutlicht wird. Schließlich werden berühmte Philosophen mit einigen wenigen Sätzen vorgestellt.

So entstand ein praxisnahes Buch, das viele Anregungen für das Philosophieren mit älteren Kindergartenkindern und mit Grundschüler/innen enthält. Es ist gut zu lesen, schön gelayoutet und mit farbigen Abbildungen illustriert.

Martin R. Textor