Kontaktpflege bei Mitarbeiterinnen im Erziehungsurlaub

Martin R. Textor


Für alle Arbeitgeber ist problematisch, wenn Arbeitnehmer/innen nach dem Geburt eines Kindes Erziehungsurlaub nehmen. Um die Qualifikation dieser Mitarbeiter/innen, in deren Aus- und Fortbildung erhebliche Mittel investiert wurden, zu erhalten, sind Maßnahmen der Kontaktpflege sinnvoll. Beispielsweise können sie während der Berufsunterbrechung ein kostenloses Abonnement einer Fachzeitschrift erhalten, zu ausgewählten Veranstaltungen des Arbeitgebers bzw. eines geeigneten Fortbildungsträgers eingeladen und mindestens zweimal pro Jahr von ihren Kolleg/innen über neue Entwicklungen am "alten" Arbeitsplatz informiert werden. Auch könnten sie z.B. von Zeit zu Zeit als Aushilfen beschäftigt oder zu Teamsitzungen eingeladen werden.

Der Wiedereintritt von Mitarbeiter/innen nach dem Erziehungsurlaub in ihre alte Dienststelle muss gründlich vorbereitet und begleitet werden. Sinnvoll ist ein Vorbereitungskurs, z.B. seitens eines überregionalen Fortbildungsträgers, bei dem auch während der Berufsunterbrechung gesammelte Erfahrungen und erworbene Kompetenzen reflektiert werden. Die (Wieder-) Einarbeitungsphase sollte mit einer Betreuung und Beratung durch Kolleg/innen, Supervisor/innen oder andere geeignete Personen verbunden sein. In den folgenden Monaten sollten die Mitarbeiter/innen vorrangig Fortbildungsangebote nutzen können.