Rezension

Annette Dreier: Was tut der Wind, wenn er nicht weht? Begegnungen mit der Kleinkindpädagogik in Reggio Emilia. Berlin, Düsseldorf: Cornelsen Verlag Scriptor, 6. Aufl. 2010, 176 Seiten, EUR 22,50 - direkt bestellen durch Anklicken

 

In sechs Buchkapiteln gibt Annette Dreier einen umfassenden und gut lesbaren Überblick über die Reggio-Pädagogik. Zunächst beschreibt sie die Besonderheiten der Stadt Reggio Emilia und der Region Emilia Romagna, die zur Entwicklung eines neuen frühpädagogischen Ansatzes beitrugen. Anhand eines Besuchs in der Krippe Arcobaleno stellt sie die Praxis dar und geht erst dann auf die Konzeption der Reggio-Pädagogik ein - insbesondere auf ihr Verständnis von Erziehung, ihre Ziele, ihr Bild vom Kind und ihren Methoden. Sonderbarerweise folgt anschließend ein Kapitel über die Geschichte der Vorschulerziehung in Italien ab dem 19. Jahrhundert, bevor unter der Überschrift "Von Reggio lernen" Implikationen für die elementarpädagogische Arbeit in Deutschland präsentiert werden.

Das zweifarbig gelayoutete und mit einem farbigen Bildteil ausgestattete Buch darf mit Fug und Recht als "Klassiker" der Reggio-Pädagogik in Deutschland bezeichnet werden.

Martin R. Textor