Rezension

Britta Nonnast, Susanne Göhlich: Wer hat Angst vorm schwarzen Gespenst? Zürich: Orell Füssli 2017, 96 Seiten, EUR 12,95 - direkt bestellen durch Anklicken

 

Das kleine Gespenst Marti lebt in einem Waschsalon. Am liebsten schlüpft es bei einem 30-Grad-Programm in die Waschmaschine (bei höheren Temperaturen schrumpfen Gespenster!) und genießt dann vor allem den Schleudergang. Aber viel mehr kann Marti nicht unternehmen, und so ist er gelangweilt und einsam.

Als ein Mann vom Theater Wäsche bringt, schlüpft er wieder in die Wäschetrommel. Dort entdeckt er die verstaubte Luzi, die sauber werden möchte, bevor sie sich auf die Suche nach einem neuen Zuhause macht - das Theater wird nämlich abgerissen. Marti wäre es am liebsten, sie würde im Waschsalon bleiben. Aber so einiges geht schief, Luzi rennt aus dem Geschäft, und Marti verfolgt sie bis zu einem Café. Vor dem Schaufenster treffen sie auf das kleine Gespenst Zipfel, das von seinem Onkel aus dem Café herausgeworfen worden war, weil es die ganzen Torten aufgegessen habe. Zipfel behauptet aber, dies wäre ein schwarzes Gespenst gewesen.

Marti und Luzi machen sich nun auf die Suche nach dem schwarzen Gespenst - Luzi eher widerwillig, weil sie lieber direkt zur alten Burgscheune fliegen würde, die sich vielleicht als ihr neues Zuhause eignen könnte. Was die beiden Gespenster auf der Suche erleben, wen sie unterwegs treffen und ob sie das schwarze Gespenst finden werden, wird an dieser Stelle aber nicht verraten!

Das von Britta Nonnast verfasste und von Susanne Göhlich plakativ illustrierte Kinderbuch vermittelt zwei wichtige Botschaften: Wer Freunde hat, ist glücklich, und ganz unterschiedliche Personen können Freunde werden.

Martin R. Textor