Rezension

Thé Tjong-Khing: Kunst mit Torte. Frankfurt am Main: Moritz 2017, 32 Seiten, EUR 13,95 - direkt bestellen durch Anklicken

 

Mit Schwung durch die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts - das bietet Thé Jong-Khing mit seinem Bilderbuch ohne Worte übrigens nicht nur kleinen Betrachtern. Dabei geht es nicht um eine Aneinanderreihung von Klassikern überwiegend des 20. Jahrhunderts. Vielmehr werden die Bilder zum Leben erweckt; ihre Charaktere werden lebendig und greifen in das Geschehen ein.

Worum geht es? Frau Hund, selbst Künstlerin, sitzt an einem Tisch voller Kunstbücher und nickt darüber ein. Sie träumt von einer Ausstellung jener Künstler, über die sie gelesen hat. Dazu zählen van Gogh, Picasso und Munch, um einige wenige zu nennen. Selbstverständlich ist ihr eigenes Gemälde auch dabei: ein Hund mit Torte.

Doch plötzlich kommt ein Langfinger daher und stiehlt das Gemälde von Frau Hund. Sofort nehmen die Tiere, ihre Freunde, die Verfolgung auf. Ab geht es durch die Kunstgeschichte, um dem spektakulären Kunstraub ein Ende zu bereiten. Ob das gelingt, wird sich weisen.

Auf jeden Fall ist die Verfolgungsjagd an sich schon ein geistreiches Vergnügen - voller Anspielungen, witziger und humorvoller Details, die sich erst durch erneutes Hinschauen erschließen. Hilfreich sind deshalb auch die Miniaturen zu Beginn und am Ende des Buches, die bei der Suche der Kunstzitate helfen und für lehrreiche Unterhaltung sorgen. Vorschulkinder, aber auch Erwachsene werden ihr Vergnügen haben.

Sabine Kippenberg