Aus: Martin R. Textor (Hrsg.): Erziehungs- und Bildungspartnerschaft mit Eltern. Gemeinsam Verantwortung übernehmen. Freiburg, Basel, Wien: Herder 2006, S. 143-151

Elternbildung bei Familien mit Migrationserfahrung

Monika Springer-Geldmacher

 

Migrantenkinder prägen in allen größeren Städten der Bundesrepublik den Alltag in den Kindertagesstätten. In den Tageseinrichtungen werden die Weichen für die Entwicklung und Förderung der Kinder gestellt. Zu den interkulturellen Kompetenzen, über die das Fachpersonal zur Gestaltung des Alltags verfügen muss, gehört die Arbeit mit Familien mit Migrationshintergrund.

Die Regionalen Arbeitsstellen zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien (RAA) in NRW sind Einrichtungen von Kommunen und Kreisen, gefördert durch das Land NRW. 1980 wurden in NRW die ersten RAA eingerichtet - ein Modellversuch, dessen Ergebnisse überzeugten. Heute gibt es in NRW 27 RAA. Die RAA entwickeln Konzepte und Strategien interkultureller Erziehung, die Kinder und Jugendliche stärken und unterstützen, um in Schule und Arbeitswelt erfolgreich zu sein. Die RAA haben von Anbeginn ihrer Arbeit die Arbeit mit Eltern in die entwickelten Konzepte mit einbezogen.

Modul interkulturelle Elternarbeit für die Ausbildung von Erzieher/innen

Die RAA sind Partner bei der Entwicklung und Verwirklichung eines interkulturellen Profils einer Bildungseinrichtung. Sie haben gemeinsam im Arbeitskreis des RAA-Verbundes IKEEP (Interkulturelle Erziehung im Elementar- und Primarbereich) Bausteine (1) für die Aus- und Fortbildung von interkulturellen Erzieher/innen entwickelt. Ziel ist, die Kompetenzen der Erzieher/innen zu stärken, allen Kindern gerecht werden zu können. Zu den Bausteinen für die Aus- und Fortbildung gehört der Baustein 5: Öffnung der Einrichtung zum Gemeinwesen, Modul: Interkulturelle Elternarbeit.

Die Arbeit mit Eltern in einer multikulturell zusammengesetzten Einrichtung gehört für die RAA zum festen Bestandteil einer interkulturellen Arbeit. Würde auf die Arbeit mit den Eltern mit Migrationshintergrund verzichtet, würde quasi in Kauf genommen, dass ihnen ihre Kinder entfremdet werden. Eltern aber sind viel zu wichtige Sozialisationspartner ihrer Kinder.

Oft stimmen die Vorstellungen der Kindertagesstätte nicht überein mit den Bildungs- und Erziehungsvorstellungen der Eltern. Eltern soll Mut gemacht werden, ihre Vorstellungen einzubringen. Ihnen sollten Möglichkeiten der Förderung ihrer Kinder aufgezeigt werden. Wenn sie in diesen Prozess einbezogen werden, können sie selber entscheiden, ob sie ihn unterstützen oder sich mit den Verantwortlichen über ihnen problematisch erscheinende Ansätze auseinander setzen.

Eltern zugewanderter Kinder sind außerdem wichtige Experten für ihre eigene Kultur. Folgt die Einrichtung einem biographischen Ansatz, der die Lebenswelt aller Kinder im Blick hat, so sind die Eltern Experten für wichtige Informationsquellen über Gebräuche, Feste und Speisen, die oft aufgrund der kulturellen Vielfalt der Zugezogenen nicht anders zu erschließen sind.

Vor der Arbeit mit Eltern sollte das Team einer Einrichtung klären, wer die Adressaten sein werden: Sind es die Väter oder die Mütter oder sind es beide Elternteile? Sind es die Eltern zugewanderter oder die einheimischer Kinder oder beide gemeinsam? Auch sollte der Zweck der Zusammenarbeit mit den Eltern geklärt werden: Ist es eine sporadische Zusammenkunft oder ist die interkulturelle Arbeit mit Eltern fester Bestandteil des Konzepts der Kindertageseinrichtung? Wie kann erreicht werden, dass sich alle Eltern an den Mitbestimmungsgremien beteiligen? Kann ein Müttertreff zum Auftakt in eine qualitative Arbeit eingerichtet werden? Können Weiterbildungsangebote für Eltern in der Einrichtung stattfinden?

Konzepte der RAA für eine interkulturelle Arbeit mit Eltern

Die RAA haben einige Konzepte entwickelt, die sie als Angebote an Kindertageseinrichtungen zur Verwirklichung einer interkulturellen Arbeit mit Eltern vermitteln:

  • Die RAA Gelsenkirchen hat ein Konzept für ein Elterndiplom entwickelt, das ist eine Seminarreihe zu Erziehungsfragen, die im Laufe von mindestens sieben Wochen bei zwei Kursstunden pro Woche vermittelt werden.
  • Die RAA Duisburg hat zweisprachige Kontaktpersonen für eine Brückenfunktion zwischen Elternhaus und Kindertageseinrichtung installiert, die unterstützend wirken durch eine in Sprache und Lebenslage der Zugewanderten vertrauten und vertrauenswürdigen Person. Mit ihren Kompetenzen und Erfahrungen in Deutsch und ihrer Herkunftssprache, in Erziehungsfragen sowie den jeweiligen soziokulturellen Besonderheiten haben sie eine wichtige Brückenfunktion immer dort, wo Barrieren zwischen Elternhaus und Bildungsinstitutionen abgebaut werden müssen.

Das Projekt Rucksack

Rucksack ist ein Projekt der RAA, das die Bildungsarbeit mit Eltern als festen Bestandteil aufweist. Es kann zudem verbunden werden mit den zwei oben skizzierten Ansätzen aus Duisburg und Gelsenkirchen.

Durch die Schullaufbahn vieler Kinder aus Zuwandererfamilien zieht sich die Feststellung, dass ihre Sprachkenntnisse im Deutschen unzureichend sind. Für den Erfolg in der Zweitsprache zeigt sich, dass der Erstsprache eine große Rolle zukommt. Verfügt ein Kind in seiner Muttersprache über ausgebildete Sprachstrukturen, so kann es auch erfolgreich eine Zweitsprache erlernen.

Der Arbeitskreis IKEEP entdeckte in Rotterdam bei der Stiftung de Meeuw das Rucksackprogramm (2). Der Arbeitskreis adaptierte das Programm und übersetzte bzw. überarbeitete es für den Einsatz in Deutschland. Der interkulturelle und interaktive Ansatz wurde herausgearbeitet und der Lebensweltbezug für die Bedingungen in Deutschland hergestellt. Seit 1999 steht ein Materialpaket für die Erprobung zur Verfügung, und zwar in Deutsch, Türkisch, Italienisch, Griechisch, Russisch und Arabisch. Die spanische und serbische Übersetzung ist derzeit in Bearbeitung. Weitere Übersetzungen und Bearbeitungen des Materials können sich aus der Praxis ergeben.

Neben Rucksack 1 für Kindergartenkinder zwischen vier und sechs Jahren bestehen weitere Projektteile:

  • "Griffbereit", Mütter-Kind-Gruppen für Kleinkinder von ein bis maximal vier Jahren; anzusiedeln in Familienbildungs- und Tageseinrichtungen; und
  • "Rucksack 2" für Grundschulkinder, Eltern und Lehrer; Erprobung in einigen Essener Grundschulen ist erfolgreich abgeschlossen; das Programm kann übertragen werden.

Zielsetzungen des Rucksackprogramms:

  1. Die Förderung von Mehrsprachigkeit bei Migrantenkindern: Die Wertschätzung der Muttersprache bedeutet auch Erziehung zu Respekt vor anderen Werten. Die Förderung der Erstsprache ist Voraussetzung für den Erwerb der Zweitsprache. Mehrsprachigkeit ist eine Schlüsselqualifikation für soziale und berufliche Teilhabe in dieser Gesellschaft.
  2. Die Stärkung der Erziehungskompetenz: Die Mütter (3) sollen als Erziehungsexpertinnen gestärkt werden und Verantwortung für Erziehung und Bildung ihrer Kinder übernehmen.
  3. Die Stärkung des Selbstwertgefühls der zugewanderten Mütter und deren Kinder: Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl der zugewanderten Mütter werden gestärkt, und das Anknüpfen an ihre Stärken wird angeregt. Ihnen wird der Wert der vorschulischen Förderung ihrer Kinder vermittelt. Das gestärkte Selbstbewusstsein der Mütter drückt sich in einer verantwortlichen Mitarbeit und in einer Auseinandersetzung mit den Erzieher/innen über die Ziele der Einrichtung aus. Die Kontaktaufnahme zu Müttern bzw. Eltern der eigenen kulturellen Gruppe und der Mehrheitsgesellschaft wird dadurch erleichtert. Damit geht eine Stärkung in der Entwicklung der Kinder einher.
  4. Die Stärkung der Interkulturellen Pädagogik und des Mehrsprachenkonzepts der Einrichtung: Die Kindertagesstätte übernimmt die Verantwortung für die Entwicklung der Kinder in Bezug auf ihre Mutter- und Zweitsprache. Sie entwickelt ein Konzept für Mehrsprachigkeit und Interkulturalität. In diesem Rahmen öffnet sie sich für ein interkulturelles Team und die teilhabende Rolle der Eltern. Ein gleichbedeutender Schritt ist die Öffnung des Teams bzw. des Trägers für die Beschäftigung von muttersprachlichen Kräften in der Einrichtung.

Rucksackmodelle (Typen)

In NRW haben sich seit Beginn des Rucksackprojektes im Jahre 1999 zwei unterschiedliche Modelle bewährt.

  1. In dem Modell 1 werden Mütter, die sowohl ihre Muttersprache als auch die deutsche Sprache gut beherrschen, zu Stadtteilmüttern bzw. Elternbegleiterinnen ausgebildet, die jeweils eine Müttergruppe, deren Kinder die Kindertageseinrichtung besuchen, für Sprach- und Entwicklungsaktivitäten anleiten.
  2. In dem Modell 2 führen Erzieher/innen mit Migrantenherkunft, die bereits in der Einrichtung arbeiten, eine Müttergruppe in Sprach- und Entwicklungsaktivitäten ein.

Die Umsetzungsstruktur des Rucksackprogramms ist abhängig von den örtlichen Bedingungen wie z.B. den finanziellen und personellen Ressourcen. Vor diesem Hintergrund haben sich in der praktischen Umsetzung auch andere Rucksacktypen entwickelt und bewährt.

Grundsätzlich ist die Durchführung des Programms für die Dauer von neun Monaten vorgesehen. Eine Rucksackgruppe setzt sich im Idealfall aus sieben bis 10 Müttern zusammen.

Methodische Vorgehensweise

Das Programm "Rucksack" setzt in den beteiligten Kindertageseinrichtungen bzw. Grundschulen einen Organisationsentwicklungsprozess in Gang. Es handelt sich nicht um eine angegliederte Maßnahme, sondern das Programm erfordert die Veränderung aller in der Kita Agierenden. Mütter und Erzieher/innen werden Partner für die Entwicklung der Kinder. Durch diese Partnerschaft wird weitgehend eine Parallelisierung der Angebote in der Erst- und Zweitsprache intendiert.

Das Konzept geht die Förderung von Kindern im Elementarbereich mehrdimensional und systemisch an: Es berücksichtigt die Entwicklung der Kinder in Bezug auf ihre Lebenswelt und ihre Familie. Es beachtet ebenso das Bildungssystem Kindertagesstätte und die in ihm Agierenden. Rucksack zielt auf die Förderung der Muttersprachenkompetenz, auf die Förderung des Deutschen und auf die Förderung der allgemeinen kindlichen Entwicklung ab. Dabei werden die Mütter als Expertinnen für das Erlernen der Erstsprache angesprochen - nicht orientiert an ihren Defiziten, sondern an ihren Stärken. Durch Anleitung und mit Hilfe von Arbeitsmaterialien werden sie auf die Förderung der Muttersprache vorbereitet. Mütter werden so in ihrer Sozialisationskompetenz gestärkt. Sie lernen den Wert von Bilderbüchern, Literatur, Liedern, den Wert des Spielens sowie Malens und der Verbindung von Sprache und Handeln für die Entwicklung ihres Kindes in der alltäglichen Beschäftigung kennen.

In der Regel gehören die am Programm beteiligten Mütter der bildungsfernen Schicht an. Mit der kontinuierlichen Vermittlung des Programms über neun Monate wächst auch ihre muttersprachliche Kompetenz - ein Zuwachs, der sich unmittelbar für die Sprachentwicklung ihrer Kinder auswirkt. Das Programm entspricht in seinem strukturierten Aufbau den Lernvorerfahrungen der Mütter mit Migrationshintergrund.

Die Anbindung an die Kindertagesstätte ist sehr wichtig und unumstößlicher Bestandteil des mehrdimensionalen Konzepts, denn hier soll parallel zu der Arbeit mit den Müttern die Förderung in der deutschen Sprache erfolgen. Die Kindertagesstätten verpflichten sich, das Programm der Mütter mit ihrem Konzept der Zweitsprachenvermittlung zu koordinieren. Die Erzieher/innen kennen das Programm genauso wie die Eltern; sie sollen es aber nicht genau so wie die Eltern umsetzen, sondern das Thema der Woche möglichst parallel in ihren Kindergartenalltag situationsorientiert sprachlich integrieren. Die Erzieher/innen werden durch die RAA mit Fortbildungsangeboten auf diese Aufgabe vorbereitet.

Evaluation - Ergebnisse

In NRW sind zum Stand Oktober 2004 insgesamt 145 "Rucksack 1-Gruppen" in 25 Kommunen entstanden (Beginn des Projektes war 1999). In ihnen wurden ca. 1.200 Mütter auf die spielerische Sprach- und Entwicklungsarbeit mit ihren Kindern über neun Monate hinweg vorbereitet. Inzwischen wird auch außerhalb von NRW in 11 Kommunen in Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit diesem Programm gearbeitet. Insgesamt arbeiten ca. 1.400 Mütter Jahr für Jahr mit dem Rucksack-Programm. Alle beteiligten Kommunen bzw. Kooperationspartner haben aufgrund der guten Erfahrungen und der regen Inanspruchnahme des Projekts durch die Adressatinnen im zweiten Jahr ihr finanzielles Engagement erhöht. Die Erfahrungen der RAA durch die Umsetzung des Rucksack-Projektes sind in die Richtlinien des Landes NRW über die Gewährung von Zuwendungen für Angebote zur Sprachförderung im Elementarbereich eingeflossen.

Das Projekt wird in einer breiten Öffentlichkeit positiv wahrgenommen. Es ist in der Zwischenzeit mit zwei Preisen ausgezeichnet worden.

Im Rahmen einer formativen Evaluation in den Jahren 2000 und 2002 wurden in der Stadt Essen alle Projektbeteiligten schriftlich zu den Auswirkungen des Projektes befragt (4). Die Ergebnisse spiegeln die guten Erfahrungen aus den verschiedenen Kommunen und Kreisen wider; sie sind deshalb tendenziell auch auf andere Rucksackgruppen übertragbar.

Die wichtigsten Ergebnisse aus dieser Evaluation:

  1. Verhältnis zwischen Müttern und Erzieherinnen: Die Mütter beurteilen das Projekt äußerst positiv. Sie beschreiben Veränderungen sowohl im Verhältnis zur Tagesstätte als auch zu ihrem Kind und innerhalb der Familie. Die Mehrzahl von ihnen tritt nun selbstbewusster auf und traut sich, ihre Meinung zu äußern. Von der Mehrheit der befragten Erzieherinnen wird ein größeres Interesse der beteiligten Mütter wahrgenommen. Bei fast Zweidrittel der Erzieherinnen hat das Projekt zu einem besseren Verständnis für die Situation nicht-deutschsprachiger Kinder und ihrer Familien geführt.
  2. Sprachentwicklung: Sowohl die Mütter als auch die Erzieherinnen gaben an, dass die Sprachkompetenz sowohl in der Mutter- als auch in der Zweitsprache Deutsch deutlich besser geworden ist.
  3. Interaktion Mutter-Kind: Das Verhältnis zwischen den am Projekt teilnehmenden Müttern und ihren Kindern hat sich positiv entwickelt, was sich u.a. in mehr Beschäftigung mit dem Kind äußert. Die Mütter haben die Bedeutung von Sprache erkannt, d.h. Sprechen in Alltagssituationen hat einen höheren Stellenwert bekommen. Die Kinder werden jetzt an alltäglichen Dingen wie Hausarbeit oder Backen beteiligt oder gehen seither mit der Mutter einkaufen.
  4. Weitere Wirkungen:
    • Über die Elternbildungsarbeit sind neue Aktivitäten mit Eltern/ Müttern erwachsen wie z.B.: Vorlesepaten, Sportgruppen, Gesprächskreise.
    • Bei 77 Prozent der Mütter wurde das Interesse für das Erweitern der eigenen Deutschkenntnisse geweckt.
    • Die Lernfreude der Kinder wird geweckt.
    • Eltern trauen sich, mehr Ideen und Wünsche zu äußern, und suchen das Gespräch.
    • Eltern werden von den Mitarbeiterinnen der Kitas stärker akzeptiert.
    • Mitarbeiterinnen der Kitas nehmen vermehrt an Fort- und Weiterbildungen zum Spracherwerb und zur interkulturellen Pädagogik teil.
    • Das eigene Sprachverhalten wird bewusster beobachtet.
    • Grundschulen nehmen eine Verbesserung in der (Sprach-) Entwicklung der am Programm beteiligten Kinder wahr.
    • Der anfängliche Widerstand der Kitas gegen das "verschulte" Material hat sich in positive Akzeptanz gewandelt.
    • Die Kindergartenarbeit ist für Migranteneltern transparenter geworden.

Einige Stimmen aus der Praxis

Mütter:

  • "Vorher habe ich nicht daran gedacht, dass die frühe Förderung von Kindern so notwendig ist."
  • "...ich möchte, dass unsere Kinder einmal das gleiche Niveau erreichen wie deutsche Kinder."
  • "Vor Rucksack haben wir nur darauf geachtet, dass unsere Kinder genug essen, schlafen und trinken, jetzt achten wir mehr auf die Bedürfnisse unserer Kinder und die psychologischen Aspekte."

Erzieherinnen:

  • "Die Sprachkompetenz der 'Rucksackkinder' wird besser."
  • "Der Kontakt zu den Müttern ist offener und intensiver geworden."

Anmerkungen

1) Arbeitskreis IKEEP der RAA in NRW (Hrsg.): Bausteine der RAA zur Aus- und Fortbildung von Erzieherinnen und Erziehern für eine Interkulturelle Arbeit, S. 60-63

2) Stichting de Meeuw: Programma Rugzak 1. Rotterdam 1996

3) Es hat sich herausgestellt, dass Rucksack 1 und 2 am besten mit Müttern verwirklicht wird. Mütter aus Zuwandererfamilien gehören zu den ersten Ansprechpartnerinnen in Erziehungsfragen. Sollen Mütter und Väter aus z.B. muslimischen Elternhäusern gemeinsam für die Arbeit angesprochen werden, so ist es wahrscheinlich, dass vor den Müttern die Väter kommen, diese aber nicht kontinuierlich an dem Bildungsprogramm teilnehmen werden. Wir haben uns daher dafür entschieden, vorrangig die Mütter als Partner für das Rucksack-Programm zu gewinnen.

4) Stadt Essen RAA/Büro für interkulturelle Arbeit: Stadtteilmütter-Projekt Interkulturelle Sprachförderung und Elternbildung im Elementarbereich, Teil II, Evaluationsergebnisse der Modellphase. Januar 2004