Rezension

Ali Mitgutsch: Das große Ritterbuch. Ravensburg: Ravensburger Buchverlag 2018, 32 Seiten, EUR 13,00 - direkt bestellen durch Anklicken

 

In diesem vom "Vater der Wimmelbilderbücher" gestalteten Band im Format von 30,0 cm zu 21,5 cm wird die Geschichte vom Ritter Frank von Fidelstein aus der Sicht des Knappen Wolflieb erzählt. Auf dem Weg zum herzoglichen Turnier auf Burg Stolzenfels müssen sie im Wald übernachten, da sie so arm sind, dass sie sich keine Unterkunft leisten können. Als sie schließlich ihr Ziel erreichen, besuchen sie zunächst den Turnierplatz. Am nächsten Morgen findet das Turnier statt. In der letzten Runde treffen Ritter Frank und Ritter Löwenhaupt aufeinander. Da beide gleich stark sind, werden sie gemeinsam zu Siegern erklärt.

Abseits vom darauf folgenden Festmahl wird Wolflieb von anderen Knappen verprügelt. Zusammen mit der Tochter des Herzogs, die er am Tag zuvor vor wilden Hunden geschützt hatte, lockt er etwas später die Knappen auf die mit Schlamm präparierte Brücke und stößt sie in den Burggraben. Der Lärm lockt die Festgäste an, die sich köstlich amüsieren.

Ritter Frank und Wolflieb dürfen noch einige Tage auf der Burg bleiben. Auf einmal wird gemeldet, dass Feinde über die Grenze vorgedrungen seien. Nun wird die Burg zur Verteidigung vorbereitet. Wolflieb wird zum Wächter ernannt - und sieht als erster den heranrückenden Feind. Die Truppen des Herzogs siegen, und die Minnesänger besingen auch die Taten von Ritter Frank und seinem treuen Knappen Wolflieb...

Die vielen Illustrationen des Textes vermitteln einen guten Eindruck vom Leben im Mittelalter. Sie werden ergänzt durch Abbildungen des Kriegsgeräts und anderer Gegenstände, die damals benutzt wurden, auf den Innenseiten des Einbands. Für Kleinkinder gibt es viele Details zu entdecken, die immer wieder zu neuen Fragen führen und auch das gemeinsame (Ritter-) Spiel anregen dürften.

Martin R. Textor