Rezension

Andrés Pi Andreu, Kim Amate: Eine Biene zu viel. Aschaffenburg: Alibri 2016, 30 Seiten, EUR 15,00 - direkt bestellen durch Anklicken

 

Ein fantasievoll gestaltetes Bilderbuch pro Inklusion!

Im Bienenstock ist es zu eng geworden. So treffen sich alle Bienen und beauftragen eine Kommission von drei "Architektur-Bienen", die Ursache herauszufinden. Nach einer Woche werden sie wieder zusammengerufen, und die drei Forscher verkünden: "Es gibt eine Biene zu viel in diesem Bienenstock!" Aber wer ist diese Biene? Eine Ausländerin? Eine Illegale? Eine Konkurrentin um den eigenen Arbeitsplatz? Viele Vorschläge werden gemacht, um die Biene ausfindig zu machen. Aber dann findet die Bienenkönigin die Lösung: Sie verweist darauf, dass alle Bienen im Bienenstock Fühler und Stacheln haben, auf dem Bauch schwarz-gelb gestreift sind, Blütennektar sammeln, Honig machen... Alle Bienen sind gleich! Und so wird für die "Biene zu viel" ein neues Schlafzimmer angebaut. Aber es kam nie heraus, wer diese Biene ist!

Das von Mona Steigerwald aus dem Spanischen übersetzte Bilderbuch von Andrés Pi Andreu und Kim Amate besticht durch seine originellen kolorierten Grafiken voll interessanter, ja sogar amüsanter Details. Die Botschaft ist eindeutig: Auch Menschen aus verschiedenen Ländern können friedlich zusammenleben. Sie müssen nur akzeptieren, dass alle gleich sind...

Martin R. Textor