Rezension

C. Neumann, L. Niederwestberg, M. Wenning: Erziehen - Bilden - Betreuen im Kindesalter. Hamburg: Verlag Dr. Felix Büchner - Handwerk und Technik, 2. Aufl. 2009, 343 Seiten, EUR 29,90 - direkt bestellen durch Anklicken

 

Dieses reich bebilderte und illustrierte, mit vielen farbig hinterlegten Tabellen, Kästchen, Beispielen, Aufgaben und Zusammenfassungen versehene Lehrbuch richtet sich an Berufsfachschulen für Kinderpflege und Sozialassistenz. Es zielt den Erwerb beruflicher Handlungskompetenz durch die Verknüpfung von Basiswissen mit pädagogischen Handlungsmöglichkeiten an. Folgende Themenbereiche werden abgehandelt:

  • Berufliche Identität entwickeln: Auseinandersetzung mit der Berufsrolle, eigene Persönlichkeitsentwicklung, Bild vom Kind, Erwerb von Lern- und Arbeitstechniken
  • Beziehungen im pädagogischen Alltag aufbauen: Wahrnehmung, Beobachtung, Arbeit mit und in Gruppen
  • Lebenswelten von Kindern: Bedürfnisse, Spielformen/ -verhalten, besondere Lebenssituationen (Übergänge, Geschwisterliebe/ -hass, Trennung der Eltern, Krankheit, Misshandlung usw.), Familienbelastungen, familienunterstützende Maßnahmen
  • Entwicklung des Menschen: Entwicklungsbereiche, von der Norm abweichende Entwicklung, Verhaltensauffälligkeiten, mögliche Hilfen
  • Erziehungs- und Bildungsprozesse planen, durchführen und reflektieren: Formen und Aufgaben der Erziehung, Lernen im Kindesalter, Erziehungsziele/ -stile/ -maßnahmen, Förderschwerpunkte, Kommunikation und Gesprächsführung
  • Im Team und an Konzepten mitarbeiten: Teamarbeit, Konflikte im Team, pädagogische Ansätze, Qualitätsentwicklung/ -management

Fazit: Das sehr aufwändig gestaltete Lehrbuch - nahezu jede Seite enthält Fotos und Abbildungen - vermittelt nicht nur relevante Fachkenntnisse, sondern bietet auch viele Anregungen für Gespräche und zum Nachdenken. Ferner wird die individuelle Entwicklung der Schüler/innen gefördert. Besonders gut gefällt mir, dass im Gegensatz zu vielen Lehrbüchern für Erzieher/innen alle bedeutsamen Altersstufen - vom Säugling bis zum Heranwachsenden - berücksichtigt werden.

Martin R. Textor