Rezension

Claire A. Nivola: Bäume für Kenia. Die Geschichte der Wangari Maathai. Stuttgart: Verlag Freies Geistesleben 2012, 32 Seiten, EUR 15,90 - direkt bestellen durch Anklicken

 

In diesem mit leuchtenden Aquarellbildern illustrierten Kinderbuch erzählt die amerikanische Künstlerin Claire Nivola die Lebensgeschichte von Wangari Maathai - der ersten Afrikanerin, die den Friedensnobelpreis erhielt.

Wangari Maathai, geboren 1940, wuchs in Kenia als Tochter eines Kleinbauerns auf. Noch während der Kolonialzeit erhielt sie die Chance, in den USA Biologie zu studieren. Als sie in ihr Heimatland zurückkehrte, bemerkte sie große Veränderungen: Immer mehr Wälder und sogar viele heilige Feigenbäume waren abgeholzt worden, die traditionelle Landwirtschaft wurde zunehmend zugunsten der kommerziellen aufgegeben, durch Erosion ging immer mehr fruchtbares Land verloren, und viele Menschen litten unter Arbeitslosigkeit, Unterernährung und Hunger. Wangari Maathai machte den Kenianern bewusst, dass ihr Verhalten zu diesen Problemen beitrage, dass sie aber auch Teil der Lösung sein könnten: Sie müssten nur wieder Bäume pflanzen und zum traditionellen Feld- bzw. Gartenbau zurückkehren. Immer mehr Menschen schlossen sich ihrem "Green Belt Movement" an - und pflanzten alleine mehr als 30 Millionen Bäume!

Das Bilderbuch von Claire Nivola mit seinen sehr detailreichen und eindrucksvollen Illustrationen verdeutlicht am Beispiel Kenias die rücksichtslose Ausbeutung natürlicher Ressourcen und die damit verbundene Umweltzerstörung in vielen Ländern dieser Erde. Zugleich gibt es aber auch Hoffnung - man kann etwas dagegen tun! Und so gibt es inzwischen in vielen Ländern Wiederaufforstungsprojekte - und mit dem Kauf eines jeden dieser Bilderbücher wird ein Euro für "Plant for the Planet" gespendet...

Martin R. Textor