Rezension

Anne und Rudolf Mühlhaus: Die Häschenschule. Ein Uhrenbuch. Esslingen: Esslinger/ Alfred Hahn's Verlag 2015, 8 Seiten, EUR 9,99 - direkt bestellen durch Anklicken

 

Thema und Variationen: Fast könnte man meinen, es gäbe nichts Neues aus der Häschenschule zu berichten. Doch weit gefehlt: Offenbar hat die Schulreform auch hier Einzug gehalten. Zeitmanagement wird nun großgeschrieben, wie die eingestanzte Uhr uns vor Augen führt. Doch seit Generationen lernen auch diese (Hasen-) Kinder, wie man Eier zählt, was gerade in der Osterzeit unumgänglich ist, und ihre Heimat kennen und lieben, bevor es dann nach Hause zum Mittagessen geht. Dann schnuppert Hase schon mal Sommerfrische.

Dass ein Hasenschüler Pflichten hat, liegt auf der Pfote. Die Hausaufgaben machen sich auch in der Welt der Hasen nicht von selbst. Aber - wie im Leben eines Menschenkindes - gibt es Dinge, die das Leben versüßen.

Interessant, vielschichtig und ansprechend ist dieser Hasenbuch-Klassiker nicht nur, weil die Kinder in humorvoller Weise in Reimen den (traditionellen) Tagesablauf kennenlernen. Sie kommen, wie bereits erwähnt, außerdem auch mit der Zeit, einer verstellbaren Uhr, im wahrsten Sinne in Berührung und können so den Tagesablauf der Häschen nachspielen oder ihren eigenen mit dem der Häschen in Beziehung setzen - ein Mehrgenerationenbuch, das nicht nur zur Osterzeit Kindergarten- und Vorschulkinder auch aufgrund der herrlichen Illustrationen hellauf begeistert.

Sabine Kippenberg