Frühling in der Wiese - Käferspiel

Bärbel Merthan


Die Kinder brauchen Zeit, um die Wiese mit Lupen, Lupendose, Blumenpresse und Bestimmungsbuch erkunden zu können. Diese Teile führt die Erzieherin mit.

Zuerst aber sollen die Kinder ihre Erfahrungen mit dem Lebensbereich "Wiese" machen. Wenn von den Kindern der Wunsch geäußert wird, ein Tier genauer anzuschauen, oder wenn sie den Namen einer Blume wissen möchte, werden die Hilfsmittel eingesetzt.

Das Ergebnis von dem einen oder mehreren Ausflügen zur Wiese soll sein, dass die Kinder den Lebensraum erleben und Tiere und Pflanzen benennen können.

Auch soll die ein oder anderen Eigenart der Tiere den Kindern bekannt sein, z.B. wie viele Beine hat welches Tier, wie nennt man seine Gangart, welche Farbe hat es, kann es fliegen... Ein anderer Aspekt ist, die Kinder sollen Wiesenblumen kennen und benennen können.

Käferspiel

Für das Spiel benötigt man:

  • 1 - 3 schwarze Kinderhaarreifen
  • schwarzen Plüschdraht
  • schwarzes Moosgummi
  • Kordelgummiband
  • Schere/ Locher
  • evtl. einfache rote Umhängetasche mit schwarzen Punkten.

Eine Variante ist, die Fühler auf dem Haarreifen und die Umhängetasche wegzulassen und statt dessen Marienkäfer aus Moosgummi zu machen und je zwei Käfer auf die Augenmaske zu kleben.

Umhang:

  • Befestige das Kordelgummiband (Maßnehmen bei den Kindern).
  • Für den Umhang empfiehlt sich, ein kleines Stück nicht fransenden Stoff (Filz oder Flies) zu nehmen. Den Stoff in zwei Flügel schneiden (je 30 cm breit und ca. 50 cm lang). Mit schwarzen Filzkreistupfen bekleben. Jeder Kreis hat etwa 8 cm Durchmesser.
  • Durch die Flügel werden mit einer dicken Nadel Kordelgummiband im Vorstich durchgenäht. Anfang und Ende werden als Kreis zusammengeknotet.

Käfer-Augenmaske:

  • Schneide die Käfergrundform aus rotem Moosgummi.
  • Schneide 6 schwarze Beine, Kopf, Fühler und einen Mittelstrich aus Moosgummi.
  • Loche ein Stück schwarzes Moosgummi mit dem Locher und klebe die Punkte auf den Käferkörper.
  • Klebe alle anderen Teile an und auf.
  • Befestige je zwei Käfer auf der Augenmaske.

So wird gespielt:

  • Alle Kinder stehen im Garten im Kreis.
  • Jedes Kind überlegt, welche Blume es sein möchte.
  • 3 Kinder werden als Marienkäfer bestimmt.

Einleitende Geschichte:

Warum die Käfer nichts sehen: Unten in der Wiese ist es schattig, die Sonne scheint nur schwach durch die grünen Grashalme und Blätter.

Für die Käfer sind die Grashalme so dick wie für uns die Bäume im Wald. Wie ein riesengroßer Wald ist die Wiese für die Käfer.

Wenn er an einem Blumenstiel nach oben krabbelt, wird er von der Sonne geblendet, das er im ersten Moment gar nichts sehen kann. Erst wenn er wieder etwas sehen kann, kann er sagen, bei welcher Blume er zu Gast ist.

  • Deshalb müssen unsere Käfer die Augenmasken tragen.
  • Die Käfer haben ihre Augenmasken auf, stehen im Kreis (mitten in der Blumenwiese).
  • Sie laufen herum und suchen sich eine Blume, geben ihr die Hand.
  • Sie nehmen die Maske ab und benennen die Blume - Stimmt es, ist Simone wirklich der Löwenzahn?
  • Hat der Käfer die Blume richtig benannt, wird die Blume zum Käfer.
  • Der Käfer wird zur Blume, die er sich vorher ausgesucht hatte.
  • Erkennt der Käfer die Blume nicht gleich, hat die Blume die Aufgabe, sich zu beschreiben. Ihr ist sehr daran gelegen, dass der Käfer ihren Namen errät, damit sie Käfer spielen kann.
  • Findet die Blume keine Beschreibung mehr, dann erst helfen die Erzieherin und die Gruppe weiter.
  • Waren alle Kinder einmal Käfer, und die Kinder wollen weiterspielen, kann sich jeder eine neue Blume aussuchen.

Als Variante bietet sich an, dass der Käfer seine Tierfreunde in der Wiese besucht, z.B. die Schnecke, den Grashüpfer oder...

So werden die zu Beginn in der Wiese erworbenen Kenntnisse über Pflanzen und Tiere mit diesem Spiel gefestigt und vertieft.