Rezension einer älteren Ausgabe

Gislinde Düx,‎ Daniela Ebbing,‎ Tassilo Knauf: Handbuch Pädagogische Ansätze. Praxisorientierte Konzeptions- und Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen. Berlin: Cornelsen Scriptor 2018, 232 Seiten, EUR 22,99 - direkt bestellen durch Anklicken

 

In diesem Grundlagenwerk finden Studierende an Fachschulen für Sozialpädagogik, Fachakademien, Fachhochschulen und Universitäten sowie Erzieher/innen und Eltern umfassende Informationen über die in deutschen Kindertageseinrichtungen praktizierten pädagogischen Ansätze. Das leicht verständlich geschriebene und gut gegliederte Buch ist diesen Zielgruppen ohne Einschränkung zu empfehlen.

Vorgestellt werden folgende pädagogische Ansätze:

  • Montessori-Pädagogik
  • Waldorf-Pädagogik
  • Freinet-Pädagogik
  • Situationsansatz
  • Reggio-Pädagogik
  • Offener Kindergarten
  • Waldkindergarten

Die erstgenannten drei - reformpädagogischen - Ansätze und der Situationsansatz werden nach dem gleichen Schema präsentiert: Allgemeine Betrachtung, Person des Gründers (beim Situationsansatz: Ideengeschichte), Bildungs- und Erziehungskonzept, Erziehungspraxis, Vorstellung einer für den Ansatz repräsentativen Kindertageseinrichtung (mit Fotos). Bei den anderen drei - modernen - Ansätzen bleiben von diesem Schema nur der erste und der letzte Punkt; ansonsten beziehen sich die Unterkapitel z.B. auf das Bild vom Kind und den Raum als "dritter Erzieher" (Reggio-Pädagogik), auf grundlegende Strukturelemente, das Methodenkonzept der Handlungsforschung und Dimensionen der Offenheit (offener Kindergarten), auf Rahmenbedingungen, pädagogisches Konzept und pädagogische Praxis (Waldkindergarten).

Den Rahmen für die Vorstellung der Ansätze bilden ein einführendes Kapitel, in dem auf ihren Sinn, ihren Einfluss auf die Qualität der praktischen Arbeit und ihre Bedeutung für das Selbstverständnis und die Außendarstellung der jeweiligen Einrichtung eingegangen wird, sowie ein Schlusskapitel, in dem die Funktion und Entwicklung von Kita-Konzeptionen thematisiert werden.

Martin R. Textor