Aktuelle statistische Daten zur Kindertagesbetreuung

 

Wie viele Kinder der verschiedenen Altersgruppen werden in Kindertageseinrichtungen oder durch Tagespflegepersonen betreut? Wie hoch sind die Versorgungsquoten? Wie viele Kinder werden halbtags, wie viele ganztags betreut?

Relevante statistische Daten finden Sie z.B. auf den Websites des Statistischen Bundesamtes, der Statistischen Landesämter und der zuständigen Bundes- bzw. Länderministerien. Dort sind sie aber oft schwer zu finden. Außerdem werden oft viele lange Tabellen präsentiert. Und Sie sind doch nur an einigen wenigen Zahlen interessiert, die irgendwo in dieser Unmenge von Daten versteckt sind!

Deshalb werden auf dieser Seite aktuelle Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes (und vereinzelt anderer Institutionen) aufgenommen, die einen Überblick über die wichtigsten Daten zur Kindertagesbetreuung bieten. Die Pressemitteilungen wurden zum Teil gekürzt.

 

Leitungsmangel in Kitas gefährdet Qualität

Leiter und Leiterinnen von Kindertageseinrichtungen haben zu wenig Zeit für ihre Führungsaufgaben. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann Stiftung. Für Pädagogik, Personal, Budget und Elterngespräche fehlt den Leitungskräften durchschnittlich etwa die Hälfte der eigentlich notwendigen Zeit. In den Bundesländern wird unterschiedlich viel Wert auf die zeitliche Leitungsausstattung gelegt.

Lediglich 15 Prozent der mehr als 51.000 Kitas in Deutschland erfüllen derzeit die Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung. Denen zufolge sollte jede Kita unabhängig von ihrer Größe idealerweise über eine Grundausstattung von 20 Stunden pro Woche für Führungs- und Leitungsaufgaben verfügen. Zusätzlich zu diesem Sockel sollten jeder Kita pro rechnerisch ganztags betreutem Kind 0,35 Stunden wöchentlich eingeräumt werden, um dem höheren Leitungsaufwand mit wachsender Kita-Größe gerecht zu werden. Die Leiterin einer Kita mit rechnerisch 30 ganztags betreuten Kindern hätte nach diesem Modell 30,5 Wochenstunden, innerhalb derer sie neben der klassischen Betriebs- und Personalführung das pädagogische Konzept weiterentwickeln und die Zusammenarbeit mit Eltern und externen Partnern gestalten kann. Fast doppelt so viele Leitungsstunden würden einer Einrichtung mit 115 ganztags betreuten Kindern zur Verfügung stehen.

Jeder zweiten Kita fehlt das Minimum an Leitungskapazität

Die Bedeutung dieser Aufgaben für die Qualität einer Kita ist laut Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung, lange unterschätzt worden: "Eine gute Kita braucht kindgerechte Personalschlüssel und eine professionelle Leitung. Das verbessert die Qualität in den Kitas und hat einen positiven Einfluss auf die Bildungschancen der Kinder", sagt Dräger. Zwar seien in Kita-Ausbau und bessere Betreuungsrelationen in den vergangenen Jahren erhebliche Summen investiert worden, die Ausstattung mit Leitungsressourcen sei allerdings zumeist vernachlässigt worden. "Die gestiegenen Ansprüche von Eltern, Gesellschaft und Politik kann eine Kita kaum erfüllen, wenn nicht wenigstens eine halbe Stelle für Leitungsaufgaben vorhanden ist", so Dräger.

Genau das trifft derzeit jedoch nur auf jede zweite Kita zu. Allen anderen knapp 25.000 Kitas in Deutschland steht noch nicht einmal der von der Bertelsmann Stiftung empfohlene Sockel von 20 Leitungsstunden zur Verfügung. Fast 11 Prozent der deutschen Kitas haben sogar überhaupt keine zeitlichen Ressourcen für Leitungs- und Verwaltungsaufgaben. Davon betroffen sind vor allem kleinere Einrichtungen. Jeder vierten Kita mit weniger als 40 Plätzen steht keinerlei Zeit für Leitung und Verwaltung zur Verfügung. "Die Null-Ausstattung für Leitung geht zu Lasten der Kinderbetreuung, des pädagogischen Konzepts und der Gesundheit der Leiterin", sagt Dräger.

Große regionale Unterschiede legen bundesweite Standards nahe

Ähnlich wie bei den Personalschlüsseln stellt sich die Lage in den einzelnen Bundesländern höchst unterschiedlich dar. Überhaupt keine zeitlichen Ressourcen haben in Bremen 28 Prozent der Kitas, in Sachsen-Anhalt und Thüringen hingegen nur knapp 1 Prozent. Und während in Hamburg jede zweite Kita die Empfehlung der Bertelsmann Stiftung erfüllt, erreichen in Thüringen nur 3 Prozent der Kitas den empfohlenen Wert. Nicht viel besser ist die Lage in Sachsen-Anhalt (4 Prozent), Mecklenburg-Vorpommern (5 Prozent) und Bayern (6 Prozent).

Für Jörg Dräger sind diese eklatanten Unterschiede zwischen den Ländern ein Beleg dafür, dass es eines bundesweit einheitlichen Standards bedarf. Mit einem solchen Standard kann die Zeit bemessen werden, über die Leitungskräfte verfügen sollten. "Die nötigen Ressourcen für die Leitung einer Kita sollten gesetzlich verankert und finanziell gesichert sein", fordert der Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Um das bestmögliche Maß an Professionalisierung zu erreichen, fehlen für die Leitungsebene umgerechnet 21.800 Vollzeitkräfte in Deutschland. Bundesweit bedeutet dies einen Anstieg der Personalkosten um jährlich bis zu 1,3 Milliarden Euro (das entspricht in etwa 5 Prozent der öffentlichen Ausgaben für die Kindertagesbetreuung). ...

Quelle: Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 06.03.2017

 

Pro-Kopf-Ausgaben für Kindertagesbetreuung: 2006 - 2015

Auf Grundlage der Jugendhilfestatistik, die vom Statistischen Bundesamt zur Verfügung gestellt wird, lassen sich die Ausgaben der öffentlichen Hand für Kindertagesbetreuung pro Kind berechnen (inklusive der investiven Aufwendungen). So ist ein Vergleich der Pro-Kopf-Beträge der einzelnen Bundesländer möglich.

Zwischen 2006 und 2015 stieg die Zahl der in Einrichtungen und Tagespflege betreuten Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren bundesweit von 3.014.757 auf 3.490.592 an. Im gleichen Zeitraum nahmen die Pro-Kopf-Ausgaben der öffentlichen Hand für Kindertagesbetreuung von 3.464 auf 7.040 Euro zu. Dies verdeutlicht die großen Anstrengungen der Länder und Kommunen, mehr Plätze für unter Dreijährige zur Verfügung zu stellen und die Ganztagsbetreuung auszuweiten.

Auch zwischen 2014 und 2015 nahmen die Pro-Kopf-Ausgaben für Kindertagesbetreuung zu, und zwar um 372 Euro (von 6.668 Euro auf 7.040 Euro).

Allerdings sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern bei den Ausgaben pro Kind sehr groß. Für 2015 ergibt sich folgende Reihenfolge der Länder:

  1. Berlin: 9.504 Euro
  2. Hamburg: 8.973 Euro
  3. Rheinland-Pfalz: 8.505 Euro
  4. Bremen: 8.277 Euro
  5. Nordrhein-Westfalen: 8.066 Euro
  6. Saarland: 8.007 Euro
  7. Hessen: 7.768 Euro
  8. Bayern: 7.753 Euro
  9. Baden-Württemberg: 7.362 Euro
  10. Niedersachsen: 6.385 Euro
  11. Thüringen: 6.329 Euro
  12. Schleswig-Holstein: 6.151 Euro
  13. Sachsen-Anhalt: 4.796 Euro
  14. Brandenburg: 4.613 Euro
  15. Sachsen: 4.516 Euro
  16. Mecklenburg-Vorpommern: 4.090 Euro

Sechs Bundesländer gaben mehr als 8.000 Euro pro Kind für Kindertagesbetreuung aus - vier Länder hingegen weniger als 5.000 Euro. Der Spitzenreiter, das Land Berlin, wandte mit 9.504 Euro pro Kopf mehr als doppelt so viel wie Brandenburg, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern auf.

In allen Bundesländern stiegen die Pro-Kopf-Ausgaben für Kindertagesbetreuung zwischen 2006 und 2015 mehr oder minder stark an. Gegenüber 2014 erhöhten sich die Beträge in allen Bundesländern mit. Die höchsten Anstiege (in absoluten Zahlen) zwischen 2014 und 2015 verzeichneten Hamburg mit 1.151 Euro und Bayern mit 980 Euro pro Kind.

Detaillierte Angaben für die neun Jahre und Erklärungen zur Berechnung der Zahlen können unter www.kindergartenpaedagogik.de/1650a.pdf abgerufen werden.

Der Pro-Kopf-Betrag für Bayern ist etwas zu hoch, da - im Gegensatz zu den anderen Bundesländern - die Personalkostenzuschüsse sowie investive Zuschüsse für Kindertageseinrichtungen freier Träger im Ergebnis enthalten sind. Bei dem Betrag für Nordrhein-Westfalen ist zu beachten, dass bei den Einnahmen der öffentlichen Träger für eigene Einrichtungen der Kindertagesbetreuung die Einnahmen von Einrichtungen in freier Trägerschaft mit enthalten sind, da in Nordrhein-Westfalen Elternbeiträge von den öffentlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe mit vereinnahmt werden. Dieser Einnahmeanteil kann nicht separat ausgewiesen werden.

Ansonsten gilt, dass nur die reinen Kosten der Bundesländer und der Kommunen berücksichtigt wurden. Die Gesamtausgaben pro Kind sind somit höher, wenn man auch die Aufwendungen der Eltern (Elternbeiträge) und der freien Träger von Kindertageseinrichtungen (z.B. Kirchengemeinden, Wohlfahrtsverbände, Vereine) einbeziehen würde.

Quelle: Pressemitteilung des Instituts für Pädagogik und Zukunftsforschung vom 28.02.2017

 

Bedarf bei Kindertagesbetreuung weiter gestiegen - BMFSFJ veröffentlicht erstmals Daten zu Betreuungsbedarfen von Kindern von 3-11 Jahren

Die aktuellen Zahlen zeigen: Der Ausbau in der Kindertagesbetreuung muss weitergehen. In der Publikation "Kindertagesbetreuung Kompakt" hat das BMFSFJ die aktuellen Zahlen zusammengetragen. Erstmals auch für Grundschulkinder bis 11 Jahre.

Der Betreuungsbedarf für Kinder unter drei Jahren ist weiter gestiegen, von 43,6% in 2015 auf 46% in 2016. Doch nur 32,7% der Kinder dieser Altersgruppe - das entspricht einer Zahl von knapp 720.000 Kindern - wurden auch tatsächlich in 2016 betreut.

Nicht nur das Platzangebot, sondern auch die angebotenen Betreuungsumfänge sind für Eltern ein wichtiges Thema. Bei etwa der Hälfte der Eltern von Drei- bis Fünfjährigen unterschreitet die tatsächliche Betreuungszeit der Kinder die von ihren Eltern benötigte Betreuungszeit um mindestens fünf Stunden die Woche.

Auch ein Teil der Eltern von Grundschulkindern bis unter elf Jahren hat einen erweiterten Betreuungsbedarf. Eltern von Kindern ohne Betreuungsangebot nach dem Unterricht äußern einen zusätzlichen Betreuungsbedarf von über 22 Prozent. Aber auch bei Eltern von Kindern, die einen Hort besuchen, haben 14 Prozent einen zusätzlichen Betreuungsbedarf von durchschnittlich 10 Stunden pro Woche. Bei Ganztagsschülerinnen und -schülern nennen über 22 Prozent der Eltern einen zusätzlichen Bedarf von durchschnittlich 9 Stunden pro Woche. Es zeigt sich, dass ganztägige Betreuungsangebote auch für Grundschulkinder weiter auszubauen sind. ...

Quelle: Pressemitteilung des BMFSFJ vom 03.02.2017

 

228.000 Plätze für unter Dreijährige fehlen

Laut einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln fehlen für 10,4% der unter dreijährigen Kinder Betreuungsplätze, wenn man von den Wünschen der Eltern ausgeht. Der Prozentsatz variiert je nach Bundesland:

  1. Bremen: 14,2%
  2. Nordrhein-Westfalen: 13,4%
  3. Schleswig-Holstein: 12,7%
  4. Rheinland-Pfalz: 12,5%
  5. Niedersachsen: 11,2%
  6. Baden-Württemberg: 11,1%
  7. Saarland: 10,8%
  8. Hessen: 10,0%
  9. Bayern: 9,5%
  10. Hamburg: 8,9%
  11. Berlin: 7,6%
  12. Mecklenburg-Vorpommern: 6,5%
  13. Sachsen: 6,1%
  14. Sachsen-Anhalt: 5,2%
  15. Thüringen: 4,4%
  16. Brandenburg: 4,1%

Zum einen konnte noch nicht das auf dem "Krippengipfel" von 2007 beschlossene Ziel erreicht werden, 750.000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren bis zum Jahr 2013 zu schaffen. Zum anderen ist damals von einem zu geringen Bedarf ausgegangen worden: Statt 35% der Eltern unter dreijähriger Kinder wünschen sich mehr als 43% einen Betreuungsplatz.

Quelle: Institut der deutschen Wirtschaft Köln: Bund muss Kita-Lücken schließen (30.12.2016). https://www.iwd.de/artikel/bund-muss-kita-luecken-schliessen-319262/.

 

Betreuungsquote unter 3-jähriger Kinder: Landkreis Spree-Neiße ist Spitzenreiter mit fast 62%

Mit 61,8% hatte der brandenburgische Landkreis Spree-Neiße zum Stichtag 1. März 2016 die bundesweit höchste Betreuungsquote für Kinder unter 3 Jahren. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden in 66 der 77 ostdeutschen Landkreise und kreisfreien Städte (einschließlich Berlin) mehr als 50% aller Kinder unter 3 Jahren in einer Tageseinrichtung oder in Tagespflege betreut. Die geringste Betreuungsquote wies der Landkreis Berchtesgadener Land in Bayern mit 14,3% auf.

Bei der Zahl der Kinder in Kindertagesbetreuung handelt es sich um tatsächlich zum Stichtag 1. März 2016 betreute Kinder.

Bei den Kindern im Alter von 2 Jahren hatten 75 von 77 ostdeutschen Kreisen eine Betreuungsquote von mindestens 80%. Dieser Wert wurde in Westdeutschland nur von 3 der insgesamt 325 Kreise erreicht. Den höchsten Anteil an 2-jährigen Kindern in Kindertagesbetreuung an allen Kindern in diesem Alter gab es im brandenburgischen Kreis Elbe-Elster (99,9%).

Bei den 1-jährigen Kindern lag in den ostdeutschen Landkreisen und kreisfreien Städten die Betreuungsquote Anfang März 2016 in fast allen Kreisen (in 76 von 77 Kreisen) bei mindestens 50%. Dagegen gab es angeführt von Heidelberg (62,7%) insgesamt nur 5 westdeutsche Kreise und kreisfreie Städte mit einer entsprechend hohen Quote. Die bundesweit höchste Quote bei den 1-jährigen Kindern wies die Stadt Frankfurt (Oder) mit 84,5% auf.

Eine geringe Rolle spielte die Betreuung von Kindern unter 1 Jahr. Hier lag die Betreuungsquote in Ostdeutschland bei 3,9% und in Westdeutschland bei 2,2%.

Diese und weitere Informationen zur Kindertagesbetreuung gehen aus der gemeinsamen Veröffentlichung der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder "Kindertagesbetreuung regional 2016" hervor, die Daten zur Situation der Kindertagesbetreuung in allen 402 Stadt- und Landkreisen in Deutschland zur Verfügung stellt.

Die Publikation steht auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes zum Download bereit. Sie enthält neben den Betreuungsquoten der Kinder unter 3 Jahren Ergebnisse zur Tagesbetreuung der Kinder zwischen 3 bis 5 Jahren, zur Ganztagsbetreuung von Kindern bis 5 Jahren sowie zu Kindern in Kindertagesbetreuung, die einen Migrationshintergrund haben.

Grundlage für die Quotenberechnungen sind Daten der Bevölkerungsfortschreibung zum 31.12.2015 auf Basis des Zensus 2011.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 444 des Statistischen Bundesamtes vom 12.12.2016

 

719.600 unter 3-Jährige am 1. März 2016 in Kindertagesbetreuung

Die Zahl der Kinder unter 3 Jahren in Kindertagesbetreuung ist zum 1. März 2016 gegenüber dem Vorjahr um rund 26.200 auf insgesamt knapp 719.600 Kinder gestiegen. Der Anstieg fiel damit weniger stark aus als in den Vorjahren (2015: +32.600). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand der Ergebnisse zur Statistik der Kindertagesbetreuung weiter mitteilt, lag die Betreuungsquote am Stichtag bundesweit bei 32,7% (2015: 32,9%). Die im Vergleich zum Vorjahr leicht niedrigere Betreuungsquote ergibt sich trotz einer gestiegenen Zahl betreuter Kinder unter 3 Jahren aus der Zuwanderung und einer höheren Geburtenzahl.

Bei der Betreuungsquote handelt es sich um den Anteil der in Kindertageseinrichtungen oder in öffentlich geförderter Kindertagespflege tatsächlich betreuten unter 3-Jährigen an allen Kindern dieser Altersgruppe.

In den einzelnen Altersjahren der unter 3-Jährigen fallen die Betreuungsquoten und deren Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr unterschiedlich aus. Mit bundesweit 2,5% (2015: 2,6%) hatte die Kindertagesbetreuung bei Kindern unter 1 Jahr eine vergleichsweisegeringe Bedeutung. Dagegen haben die Eltern von 36,1% der 1-Jährigen (2015: 35,8%) ein Angebot der Kindertagesbetreuung in Anspruch genommen; bei den 2-Jährigen waren es 60,6% (2015: 61,3%). Seit dem 1. August 2013 gibt es für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr einen bundesweiten Rechtsanspruch auf einen öffentlich geförderten Betreuungsplatz.

In den westdeutschen Bundesländern betrug die Betreuungsquote unter 3-Jähriger im März 2016 durchschnittlich 28,1%. In Ostdeutschland (einschließlich Berlin) lag sie bei 51,8%. Von den westdeutschen Flächenländern hatten Schleswig-Holstein mit 30,9% und Rheinland-Pfalz mit 29,9% die höchsten Betreuungsquoten, die niedrigste hatte Nordrhein-Westfalen (25,7%). In Brandenburg gab es bundesweit die höchste Betreuungsquote (57,2%).

Die Zahl der Kindertageseinrichtungen betrug Anfang März 2016 bundesweit 54.871. Das waren 335 Einrichtungen mehr als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (+0,6%). Die Zahl der dort als pädagogisches Personal oder als Leitungs- und Verwaltungspersonal beschäftigten Personen stieg um 3,8% auf 576.200. Gleichzeitig nahm die Zahl der Tagesmütter und -väter um 637 auf 43.470 ab (-1,4%).

Kinder unter 3 Jahren in Kindertageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege1 am 1. März 2016 nach Bundesländern

Land

Betreute
Kinder
unter
3 Jahren

Betreuungsquote2

Insgesamt

im Alter von … bis unter … Jahren

0 - 1

1 - 2

2 - 3

in %

Baden-Württemberg

82.534

27,7

2,6

28,7

52,8

Bayern

95.243

27,2

2,3

30,2

50,1

Berlin

50.589

45,9

2,8

55,9

81,7

Brandenburg

34.549

57,2

4,7

75,0

89,8

Bremen

5.033

27,0

1,8

29,4

52,3

Hamburg

23.977

42,9

3,1

53,9

75,1

Hessen

50.034

29,7

2,9

33,3

54,3

Mecklenburg-Vorpommern

22.367

56,0

4,5

75,9

88,5

Niedersachsen

58.176

28,4

1,8

31,3

52,4

Nordrhein-Westfalen

122.774

25,7

1,6

22,8

54,0

Rheinland-Pfalz

31.268

29,9

1,6

20,7

69,0

Saarland

6.389

28,6

3,2

33,9

49,8

Sachsen

55.657

50,6

3,1

64,6

84,6

Sachsen-Anhalt

30.368

57,0

7,6

76,3

87,2

Schleswig-Holstein

21.887

30,9

2,4

35,0

55,9

Thüringen

28.713

52,2

3,0

63,6

89,9

Deutschland

719.558

32,7

2,5

36,1

60,6

Früheres Bundesgebiet

497.315

28,1

2,2

28,8

54,4

Neue Länder (einschließlich Berlin)

222.243

51,8

3,9

66,2

86,0

1Die Ergebnisse zur Tagespflege beinhalten nur die Kinder, die nicht zusätzlich eine Kindertageseinrichtung besuchen (das heißt ohne Doppelzählung).
2Anteil der betreuten Kinder an allen Kindern in dieser Altersgruppe. Die bei der Quotenberechnung verwendeten Bevölkerungszahlen beruhen auf Ergebnissen der Bevölkerungsfortschreibung auf Basis des Zensus 2011 zum 31.12.2015.

Detaillierte Ergebnisse der Statistiken zu Kindern und tätigen Personen in Tageseinrichtungen sowie in öffentlich geförderter Kindertagespflege enthält die Publikation "Kinder und tätige Personen in Tageseinrichtungen und in öffentlich geförderter Kindertagespflege am 01.03.2016".

Quelle: Pressemitteilung Nr. 345 des Statistischen Bundesamtes vom 28.09.2016

 

Pro-Kopf-Ausgaben für frühkindliche Bildung höher als für Grundschüler/innen

Im Juni 2016 veröffentlichte der Grundschulverband das Gutachten "Finanzierung und Ausstattung der deutschen Grundschulen" von Klaus Klemm. Dieser ermittelte, dass im Jahr 2013 deutschlandweit rund 5.600 Euro je Schüler/in an Grundschulen ausgegeben wurde - im Gegensatz zu 7.500 Euro je Schüler/in an Gymnasien. Bei der Betrachtung der einzelnen Bundesländer ergab sich eine erhebliche Spannweite, die von 4.800 Euro (Nordrhein-Westfalen) bis zu 8.700 Euro (Hamburg) reichte.

Für Kinder in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege gab die öffentliche Hand im Jahr 2013 mit 5.726 Euro pro Kind (um Investitionen bereinigte Pro-Kopf-Ausgaben, siehe http://www.kindergartenpaedagogik.de/2316.pdf) 126 Euro mehr aus als für Grundschüler/innen - aber 1.774 Euro weniger als für Schüler/innen an Gymnasien. Auch hier konnte eine große Bandbreite bei den Ausgaben für frühkindliche Bildung zwischen den einzelnen Bundesländern festgestellt werden (ebd.).

Beim Vergleich dieser Zahlen muss man beispielsweise berücksichtigen, dass Grundschulkinder mit 24,2 Unterrichtsstunden pro Woche ("Wochenpflichtstunden", deutschlandweiter Durchschnittswert laut Klaus Klemm) bei weitem kürzer gefördert wurden als Kleinkinder in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege: Im Jahr 2013 wurden 27,2% der unter Dreijährigen mehr als 25 und bis zu 35 Stunden sowie 51,9% mehr als 35 Stunden betreut; bei Kindern im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt waren es 40,4% bzw. 43,6% (vertraglich vereinbarte Betreuungszeit laut Bildungsbericht 2014). Selbst wenn Klaus Klemm in seiner Studie darauf verwies, dass die Pro-Kopf-Beträge auch die eingesetzten Ressourcen für die Finanzierung von Ganztagsschulen enthielten und im Schuljahr 2014/15 bereits 27,1% aller Grundschüler/innen Ganztagsschulen besuchten, wird deutlich, dass mit den 5.726 Euro pro Kind in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege eine bei weitem längere Bildungszeit finanziert wird.

Zudem wird - bedingt durch das Alter der Kinder - in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege eine personalintensivere Betreuung gewährleistet: Während in Grundschulen 16,3 Schüler/innen auf eine Stelle kamen (2014, laut Klaus Klemm), lagen die Personalschlüssel in Kindertageseinrichtungen zwischen 4,6 bei reinen Krippengruppen und 9,6 bei reinen Kindergartengruppen (2013; Median laut Bildungsbericht 2014). Tagespflegepersonen betreuten im Durchschnitt 3,2 Kinder.

Schon diese beiden Vergleiche verdeutlichen, wie "kostengünstig" die frühkindliche Bildung ist: Für einen minimal höheren Pro-Kopf-Betrag wird zum einen eine personalintensivere und individuellere Förderung (besserer Personalschlüssel) und zum anderen eine längere und umfassendere Förderung als in Grundschulen gewährleistet - sofern in Kindertageseinrichtungen und Tagespflege wirklich Vorgaben wie die folgenden umgesetzt werden: "Der Förderungsauftrag umfasst Erziehung, Bildung und Betreuung des Kindes und bezieht sich auf die soziale, emotionale, körperliche und geistige Entwicklung des Kindes. Er schließt die Vermittlung orientierender Werte und Regeln ein. Die Förderung soll sich am Alter und Entwicklungsstand, den sprachlichen und sonstigen Fähigkeiten, der Lebenssituation sowie den Interessen und Bedürfnissen des einzelnen Kindes orientieren und seine ethnische Herkunft berücksichtigen" (§ 22 Abs. 3 SGB VIII).

Offensichtlich dürfte aber auch sein, dass eine längere Betreuungszeit je Kind und ein besserer Personalschlüssel durch die schlechtere Bezahlung von sozialpädagogischen Fachkräften in Kindertageseinrichtungen und von Tagespflegepersonen im Vergleich zu Grundschullehrer/innen "erkauft" werden. Zudem haben sozialpädagogische Fachkräfte und Tagespflegepersonen kaum Verfügungszeit (z.B. für die Vorbereitung von Bildungsangeboten oder für die Dokumentation der Entwicklung der ihnen anvertrauten Kinder).

Quelle: Pressemitteilung des Instituts für Pädagogik und Zukunftsforschung vom 14.07.2016

 

Kita-Qualität steigt, doch die Unterschiede zwischen den Bundesländern bleiben enorm

Die Qualität der Bildung und Betreuung in deutschen Krippen und Kindergärten steigt. Auf eine Kita-Fachkraft kommen im Durchschnitt weniger Kinder als vor drei Jahren. Bundesweit ist zum 1. März 2015 eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft für durchschnittlich 4,3 ganztags betreute Krippen- oder 9,3 Kindergartenkinder zuständig. Vor drei Jahren kamen auf eine Erzieherin noch 4,8 Krippen- beziehungsweise 9,8 Kindergartenkinder. Diese bundesweite Verbesserung der Qualität bei gleichzeitigem Ausbau der Plätze zeigt der aktuelle "Ländermonitor Frühkindliche Bildungssysteme" der Bertelsmann Stiftung.

Ein kindgerechtes Betreuungsverhältnis ist Voraussetzung für eine gute Kita-Qualität. Bundesweit ist der Trend zwar positiv, doch in den meisten Bundesländern sind die Personalschlüssel noch immer weit entfernt von einem pädagogisch sinnvollen Wert. Nach den Empfehlungen der Bertelsmann Stiftung sollte sich eine Erzieherin um höchstens 3 unter Dreijährige oder 7,5 Kindergartenkinder kümmern. Der Ländermonitor zeigt die großen Unterschiede zwischen den Bundesländern und somit die unterschiedlichen Bildungschancen je nach Wohnort eines Kindes. Zudem fällt das tatsächliche Betreuungsverhältnis im Kita-Alltag ohnehin ungünstiger aus als der rechnerisch ermittelte Personalschlüssel. Erzieherinnen wenden mindestens ein Viertel ihrer Zeit für Team- und Elterngespräche, Dokumentation und Fortbildung auf. Auch zunehmend längere Betreuungszeiten sowie längere Öffnungszeiten der Kitas verschlechtern die Betreuungsrelationen, wenn diese nicht durch zusätzliches Personal abgedeckt werden können. "Der Kita-Besuch allein verbessert nicht die Bildungschancen der Kinder. Es kommt auf die Qualität der Angebote an", sagt Jörg Dräger, Vorstand der Bertelsmann Stiftung.

Enorme Unterschiede zwischen den Bundesländern

Zwischen den Bundesländern geht die Schere beim Personalschlüssel im Kindergartenbereich auseinander. Im Jahr 2015 sind die Unterschiede etwas größer als 2012: Aktueller Spitzenreiter ist Baden-Württemberg (1 zu 7,3), wohingegen in Mecklenburg-Vorpommern fast doppelt so viele Kindergartenkinder pro Erzieherin betreut werden (1 zu 14,1). 2012 lag der größte Qualitätsunterschied zwischen Bremen (1 zu 8,1) und Mecklenburg-Vorpommern (1 zu 14,7). Verbesserungen in Kindergartengruppen haben insbesondere Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Hamburg und Nordrhein-Westfalen im Vergleichszeitraum (2012 zu 2015) geschafft. In Brandenburg und Thüringen gab es keine Qualitätsverbesserungen.

Im Krippenbereich sind derzeit die Unterschiede zwischen den Personalschlüsseln in den Bundesländern etwas kleiner als 2012. Baden-Württemberg hat auch für die unter Dreijährigen derzeit den bundesweit besten Personalschlüssel (1 zu 3,0). Sachsen ist unter den Bundesländern das Schlusslicht (1 zu 6,4). 2012 war Bremen (1 zu 3,2) Vorreiter und Sachsen-Anhalt hatte den ungünstigsten Personalschlüssel (1 zu 6,9). Sachsen-Anhalt hat neben Hamburg in den Krippengruppen die Personalschlüssel unter den Ländern am stärksten verbessert. Ähnlich groß waren die Anstrengungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. In Thüringen und im Saarland hingegen stagniert das Betreuungsverhältnis für die unter Dreijährigen, in Bremen verschlechterte es sich sogar geringfügig.

Bei den Unterschieden zwischen den Ländern sticht wie auch die Jahre zuvor das große Ost-West-Gefälle hervor. Eine ostdeutsche Erzieherin ist für 6,1 Krippenkinder zuständig, eine westdeutsche Erzieherin nur für 3,6 Krippenkinder. Dabei besucht in Ostdeutschland auch ein wesentlich größerer Anteil aller Krippenkinder eine Kita: 47 Prozent der unter Dreijährigen. In den westdeutschen Bundesländern sind es trotz des Ausbaus nur 24 Prozent. Auch in den Kindergartengruppen sind in den westdeutschen Bundesländern (1 zu 8,6) die Betreuungsverhältnisse besser als in den ostdeutschen (1 zu 12,3). Von den älteren Kindern besuchen mittlerweile fast alle Kinder in allen Bundesländern eine Kita, sodass hier kaum noch Unterschiede bei der Inanspruchnahme zwischen den Bundesländern festzustellen sind.

Bundeseinheitliche Personalstandards für gleiche Bildungschancen

Um die Personalschlüssel auf das von der Bertelsmann Stiftung empfohlene Niveau zu heben, sind bundesweit zusätzlich 107.000 vollzeitbeschäftigte Fachkräfte erforderlich. Dieses Personal kostet nach Berechnungen der Stiftung jährlich rund 4,8 Milliarden Euro. Verglichen mit den derzeit im Kita-Bereich anfallenden Personalkosten in Höhe von 16,6 Milliarden wäre das ein Anstieg von rund einem Drittel (29 Prozent). "Bundeseinheitliche Rahmenbedingungen für Kitas sind für mehr Chancengerechtigkeit notwendig. Die Akteure im Kita-System müssen sich dafür auf kindgerechte Standards für die Personalausstattung verständigen. Deren Finanzierung erfordert eine gewaltige Kraftanstrengung, die von Bund, Ländern, Kommunen, Trägern und Eltern nur gemeinsam zu stemmen ist", sagt Dräger.

Zusatzinformationen

Grundlage des jährlich aktualisierten Ländermonitors sind Auswertungen von Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder aus der Kinder- und Jugendhilfestatistik und weiteren amtlichen Statistiken. Stichtag für die Datenerhebung war der 1. März 2015. Die Berechnungen hat der Forschungsverbund Deutsches Jugendinstitut/ Technische Universität Dortmund durchgeführt. Zu unterschiedlichen Themen finden Sie Daten und Fakten zu den frühkindlichen Bildungssystemen im Internet unter www.laendermonitor.de.

Quelle: Pressemitteilung der Bertelsmann Stiftung vom 29.06.2016

 

Fast zwei Drittel der Beschäftigten arbeiten weniger als 38 Stunden

Teilzeitbeschäftigung hat in Kitas einen hohen Stellenwert: Nahezu zwei Drittel des Personals arbeiteten 2015 weniger als 38,5 Stunden pro Woche. 1998 war es nur knapp die Hälfte. 2015 gingen rund 26% einer Tätigkeit im Umfang von 21 bis unter 32 Stunden nach, rund 18% hatten sogenannte vollzeitnahe Stellen mit 32 bis unter 38,5 Stunden und rund 16% solche mit unter 21 Stunden. Der vollzeitnahe Bereich ist in Ostdeutschland deutlich stärker ausgeprägt, während in den westdeutschen Ländern mehr Beschäftigte unter 21 Stunden in Kitas tätig sind. Das zeigen neue Auswertungen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF).

Die Zunahme von Teilzeit ist nicht zu Lasten von Vollzeitverträgen gegangen. Sie ist vielmehr auf einen Personalausbau zurückzuführen, der mehr Teilzeit- als Vollzeitstellen umfasst: Während zwischen 1998 und 2015 die Anzahl der Vollzeitjobs um +28% auf rund 223.000 gestiegen ist, haben sich die Teilzeitarbeitsplätze zeitgleich mehr als verdoppelt (+109%) auf rund 332.000. Der überproportionale Anstieg lässt sich für alle Formen der Teilzeit beobachten, insbesondere für Stellen mit 32 bis unter 38,5 Stunden (+183%). Den zweitgrößten Zuwachs hatten Stellen mit einer Wochenarbeitszeit von unter 21 Stunden (+139%), aber auch solche mit 21 bis unter 32 Stunden wurden ausgebaut (+65%).

Die große Bedeutung der Teilzeit hängt mit dem hohen Anteil an Frauen im Arbeitsfeld Kita zusammen (95%). Sie entscheiden sich für einen reduzierten Stellenumfang, um Beruf und Familie miteinander zu vereinbaren. Dies legt der Mikrozensus für das Jahr 2013 nahe: Nur rund 14% der Erwerbstätigen in der Frühen Bildung, die weniger als 32 Stunden arbeiteten, gaben an, keine Vollzeitstelle zu finden. Die meisten Befragten nannten als Gründe für die Teilzeit die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Personen bzw. Menschen mit Behinderung (31%) sowie sonstige persönliche und familiäre Verpflichtungen (24%) - eine Aufgabe, die immer noch überwiegend von Frauen übernommen wird.

www.fachkraeftebarometer.de

Das Fachkräftebarometer Frühe Bildung liefert auf Basis der amtlichen Statistik ausführliche Informationen über Personal, Arbeitsmarkt, Erwerbssituation sowie Qualifizierung in der Frühpädagogik. Die Publikation wurde im November 2014 erstmals veröffentlicht. Als Beobachtungs- und Analyseinstrument erscheint sie zukünftig etwa alle zwei Jahre. Die Website präsentiert einen Überblick über Bundestrends und Entwicklungen in den Ländern. Darüber hinaus wird jeden Monat eine aktuelle Zahl vorgestellt, die die Analysen des Fachkräftebarometers Frühe Bildung fortschreibt.

Quelle: Pressemitteilung der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF) vom 06.04.2016 (gekürzt)

 

Personal im öffentlichen Dienst 2014: Zuwachs bei Kitas und Hochschulen

... Mit einem Plus von 6,4% im Vergleich zum Vorjahr gab es beim Personal an kommunalen Kindertageseinrichtungen den bislang stärksten Zuwachs auf rund 187.300 Beschäftigte (+ 11.200 Personen). Seit Mitte 2008 ist die Zahl der Beschäftigten in diesem Bereich des öffentlichen Dienstes stark gestiegen (+ 37%). An kommunalen Kitas waren fast ausschließlich Frauen beschäftigt (96%). Rund 62% der Beschäftigten übten eine Teilzeittätigkeit aus und 11% hatten einen befristeten Arbeitsvertrag. Der Durchschnittsverdienst eines Vollzeitbeschäftigten im Juni 2014 betrug 2.830 Euro brutto (ohne Sonderzahlungen), bei Teilzeitbeschäftigten waren es im Durchschnitt 1.950 Euro brutto. ...

Quelle: Pressemitteilung Nr. 229 des Statistischen Bundesamtes vom 23.06.2015