In: Kita aktuell NRW, Heft 03/2007, S. 56-59 (teilweise gekürzt)

Welche Qualität hat eine Kindertageseinrichtung? Gütesiegel für Kindertageseinrichtungen werden entwickelt, um gute Qualität für Kindertageseinrichtungen sichtbar zu machen

Ulrich Braun

 

In Nordrhein-Westfalen soll ein Gütesiegel für Kindertageseinrichtungen, die zum Familienzentrum werden, eingeführt werden. Hier soll zunächst ein Überblick über Gütesiegel für Kindertageseinrichtungen gegeben werden. In einem weiteren Beitrag werden dann die Entscheidungen in Nordrhein-Westfalen für ein Gütesiegel für Kindertageseinrichtungen vorgestellt.

Gütesiegel - Ein gesellschaftlich akzeptiertes Verfahren zur Feststellung von Qualität

Es gibt seit vielen Jahren vielfältige Verfahren zur Feststellung von Qualität in unterschiedlichsten Produktbereichen. Dazu zählen neben Warenzertifizierungen die Beurteilungen von Dienstleistungen und zunehmend auch von sozialen Dienstleistungen.

Fast jeder Verbraucher achtet bei seinen Einkäufen auf Empfehlungen der "Stiftung Warentest" oder von "Öko-Test". Das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI) in Berlin vergibt ein "Spenden-Siegel", damit Spender eine Orientierung über die gewissenhafte Verwendung ihrer Spenden erhalten können (1). Mit dem Qualitätszeichen LEOPOLD wird gute Musik für Kinder vom Verband deutscher Musikschulen empfohlen (2). Der Deutsche Kinderschutzbund (DKSB) vergibt den BLAUEN ELEFANTEN als ein Qualitätssiegel für Kinderhäuser im Kinderschutzbund (3). Auch für Beratungsstellen im Kinderschutzbund gibt es ein eigenes Gütesiegel (4). Es gibt unzählige weitere Beispiele für Gütesiegel und Qualitätszeichen, die selbstverständlicher Bestandteil der Orientierung und Entscheidungsfindung geworden sind. Die Suchmaschine Google hat 1.300.000 Einträge zum Thema "Gütesiegel".

Gütesiegel für Kindertageseinrichtungen werden abgelehnt und befürwortet

Seit vielen Jahren werden regelmäßig Zertifizierungen oder Gütesiegel durch die Fachprofession abgelehnt (5). Befürworter ist seit vielen Jahren vor allem Prof. Dr. Tietze (6). Das Institut PädQuis , dessen Geschäftsführer Prof. Tietze ist, hat 2005 erstmals ein pädagogisches Gütesiegel an Kindertageseinrichtungen verliehen, die ein bestimmtes Qualitätsniveau erreicht haben (7). Der aktuelle Stand der Diskussion ist zusammengefasst in "Der Streit ums Gütesiegel" (Diller u.a. 2005).

Im 12. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung (8), an dessen Erstellung Prof. Tietze mitgearbeitet hat, findet eine Auseinandersetzung um die Frage der "Qualitätssicherung nach einheitlichen Kriterien" (Kapitel 5.5.3) in Kindertageseinrichtungen statt. Eine "externe Qualitätsfeststellung und -steuerung" wird als sinnvoll angesehen: "Dies erfordert eine Verständigung über geeignete Feststellungsverfahren..., über Standards, die nicht unterschritten werden dürfen (Mindeststandards), bzw. über Standards, die nach vorliegendem Erkenntnisstand als gute und anzustrebende Standards gelten können" (S. 352). Es liegt nahe, "an Akkreditierungsverfahren oder die Vergabe eines pädagogischen Gütesiegels durch Fachagenturen zu denken" (S. 353).

"Von Qualitätsfeststellungsverfahren können qualitätsstimulierende Effekte auf verschiedenen Ebenen erwartet werden:

  • sie liefern Eltern Entscheidungskriterien bei der Wahl einer Kindertageseinrichtung;
  • sie liefern Einrichtungen und Trägern Kenntnisse über den jeweils vor Ort erreichten Qualitätsstand und damit Grundlagen für gezielte Qualitätsverbesserungen;
  • sie ermöglichen Qualitätsvergleiche und führen damit ein qualitätsstimulierendes, wettbewerbliches Element ein;
  • sie liefern Basisinformationen für eine regelmäßige öffentliche Berichterstatttung;
  • sie können ... zu wirksamen Instrumenten der Qualitätssteuerung in öffentlicher Verantwortung ausgebaut werden" (S. 353)

Das Ministerium für Frauen, Senioren, Familie und Jugend (BMFSFJ) hat sich an der Diskussion um die Einführung eines bundesweiten Gütesiegels für Kindertageseinrichtungen nicht beteiligt. Das verwundert, denn in anderen Bereichen, die viel weniger Auswirkungen auf gesellschaftliche Entwicklungen haben, wird die Einführung eines Gütesiegels aktiv betrieben. So gibt es jetzt ein Gütezeichen "Au pair", mit dem u.a. vertrauenswürdige Vermittlungsagenturen erkannt werden können (9).

Qualitätsmanagement in Tageseinrichtungen für Kinder ist kein Gütesiegel

Es gibt unzählige Qualitätsverfahren in Kindertageseinrichtungen, die als "Qualitätsmanagement in Tageseinrichtungen für Kinder" bezeichnet werden. Bisher hat die "Fachprofession" noch keine einheitlichen Standards für ein Qualitätsmanagement für Tageseinrichtungen für Kinder formuliert (10). Ingesamt zeigt sich ein sehr vielfältiger Zugang zum Thema "Qualität in Tageseinrichtungen für Kinder". Wie viel Tageseinrichtungen für Kinder an Qualitätsentwicklungsprozessen beteiligt (bzw. nicht beteiligt) sind, ob Prozesse Effekte haben und vor allem, ob es einen erkennbaren Zugewinn für das Handlungsfeld gibt, ist bisher fast nicht dokumentiert.

Der 12. Kinder- und Jugendbericht kommt deshalb zu dem Ergebnis, dass ein trägerimmanentes Verfahren allein kaum die Wirkung erreichen wird, um auf der Ebene jeder einzelnen Kindertageseinrichtung pädagogische Qualität verlässlich zu erfassen und zu dokumentieren.

Hinzu kommt, dass es nach wie vor eine große Anzahl von Kindertageseinrichtungen gibt, die kein Qualitätsmanagementsystem (QMS) eingeführt haben. Es sind Einrichtungen kleiner Träger ohne Anbindung an Fachberatungsstrukturen, Einrichtungen kirchlicher Träger, die sich an der Einführung von QMS in ihrer Trägergruppe nicht beteiligen, oder auch kommunale Träger, die oftmals nicht einmal Personal für die fachliche Begleitung bereitstellen.

Tageseinrichtungen für Kinder werden durch ein Gütesiegel unterstützt und fachlich herausgefordert

Viele Kindertageseinrichtungen haben ein großes Interesse an einem Orientierungsrahmen für ihr Handeln. Gute Einrichtungen möchten ihre gute und ausgezeichnete Qualität auch dokumentiert haben (11). Innovative, gut organisierte und fachlich gut aufgestellte Kindertageseinrichtungen interessieren sich für die Bereiche, in denen sie sich weiter verbessern können.

Kindertageseinrichtungen, deren Qualität eher unter einem Mindeststandard liegen, brauchen ein Gütesiegel, um eine eigene Orientierung über den geforderten Leistungsumfang zu erhalten. Experten gehen von etwa 30% von Kindertageseinrichtungen aus, die nicht eine Mindestqualität vorweisen können. Sie tragen in hohem Maße Mitverantwortung für die "Durchschnittlichkeit" deutscher Kindertageseinrichtungen und müssen aufgefordert werden, sich zu bewegen. Dies ist vor allem deshalb erforderlich, weil solche Kindertageseinrichtungen zu einer Ungleichheit der Chancen des Aufwachsens beitragen. Um dies künftig zu verhindern, ist die Einführung von verbindlichen Steuerungsinstrumenten für Qualität in Kindertageseinrichtungen unverzichtbar.

Inzwischen gibt es drei Ansätze für ein Verfahren zur Vergabe eines Gütesiegels in Kindertageseinrichtungen: das katholisch geprägte "KTK-Gütesiegel", das einschätzskalenbasierte "Deutsche Kindergarten Gütesiegel" und das Gütesiegel für Familienzentren in Nordrhein-Westfalen .

KTK-Gütesiegel

Mit dem KTK-Gütesiegel (KTK-Gütesiegel 2003; Ergänzung 2006) ist ein erstes Gütesiegel einer Trägergruppe erschienen. Es ist ein Gütesiegel, das die "Qualitätsentwicklung und die Qualitätssicherung in katholischen Kindertageseinrichtungen auf der Grundlage verbandlich abgestimmter Anforderungen unterstützt und fördert" (12). Das Gütesiegel ist geprägt von den Überzeugungen dieser Trägergruppe nach dem Motto "Qualität mit Religion" (13). Das KTK-Gütesiegel ist ein Zertifizierungsinstrument. Fünf vom KTK-Bundesverband zugelassene Zertifizierungsgesellschaften können künftig Zertifizierungen vornehmen (14). Die Zertifizierung - Grundlage zum Erhalt des Gütesiegels - setzt voraus, dass alle gemäß DIN EN ISO 9001:2000 relevanten Praxisindikatoren umgesetzt sind.

Die Qualitätsbereiche sind "Kinder", "Eltern", "Kirchengemeinde", "politische Gemeinde", "Glaube", "Träger und Leitung" und "Personal". Ein Praxisindikator im Bereich Kinder ist dann beispielsweise: "In katholischen Kindertageseinrichtungen reflektieren die pädagogischen Mitarbeiterinnen ihr Bildungskonzept darauf hin, ob Kompetenzen, die Kinder bereits haben oder brauchen, ausreichend berücksichtigt sind." Die Nachweismöglichkeit ist dann: "Beobachtungskriterien, um den Entwicklungsstand der Kinder einschätzen zu können" (15).

Die Zielgruppe einer Zertifizierung sind Kindertageseinrichtungen, die sich mit katholischen Ideen und Zielen identifizieren und die eine DIN EN ISO - Qualitätsentwicklung vornehmen.

Das Deutsche Kindergarten Gütesiegel

Das Deutsche Kindergarten Gütesiegel ist vom Institut PädQuis unter Federführung von Prof. Tietze entwickelt worden. Die "methodisch gesicherten Messstandards für eine flächendeckende Überprüfung der Prozess- und Ergebnisqualität von Kindertageseinrichtungen", die die "Voraussetzung für eine unabhängige Qualitätsüberprüfung und die Aufrechterhaltung eines hohen Qualitätsstandards darstellen" würden (16), sind nach Auffassung von Prof. Tietze unterschiedliche Einschätz-Skalen für Krippe, Kindergarten, Hort und Tagespflege (17). Die "Vergleichbarkeit" der mit diesen Skalen erzielten Ergebnisse wird vereinzelt kritisch hinterfragt (18).

Die vier Qualitätsbereiche "Orientierung", "Struktur", "Prozess" und "Familienbezug" werden in 21 Qualitätsdimensionen entfaltet. Die jeweiligen 21 Einzelergebnisse werden in jeweiligen mathematischen Berechnungen ("Dimensions- und Bereichswerte") zu einem "Gütesiegelwert" zusammengerechnet (vgl. Tietze/ Förster 2006). In der Qualitätsdimension "Erzieher-Kind-Schlüssel" wird der tatsächlich beobachtbare Erzieher-Kind-Schlüssel ermittelt. "Da dieser während des Tages variieren kann, sehen wir eine Erhebung zu drei über den Tag verteilten Stichprobenzeiten vor. Der Mittelwert aus den drei Zeitstichproben gilt als der Erzieher-Kind-Schlüssel. (...) Als Bezugspunkt gehen wir von dem Standard für die Altersgruppe der Kindergartenkinder, 1:12, aus. Der "korrigierte Schlüssel" wird erreicht, wenn höchstens zwölf Kinder im Kindergartenalter (4 Jahre bis Einschulung) auf eine Fachkraft, aber auch wenn höchstens vier Säuglinge auf eine Fachkraft kommen, indem jeder Säugling mit dem Gewicht 3 gezählt wird" (vgl. Tietze/ Förster 2005, S. 56 f.). In Rechenbeispielen wird unter Hinzunahme unterschiedlicher Betreuungszeiten und behinderter Kinder die Einhaltung des Mindeststandards und die Überschreitung dokumentiert (ebd., S. 58).

Gütesiegel für Familienzentren in Nordrhein-Westfalen (19)

Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen mit etwa 9.700 Kindertageseinrichtungen soll die Förderung von "Kindertageseinrichtungen als Familienzentren" künftig von einem Gütesiegel für Familienzentren abhängig gemacht werden. Ein Gütesiegel für Tagespflege und ein Gütesiegel für das erfolgreiche Elternprogramm für Migrationsfamilien "Rucksack" werden ebenfalls diskutiert.

PädQUIS gGmbH unter der Leitung von Prof. Tietze hat die wissenschaftliche Begleitung übertragen bekommen mit dem Auftrag, ein Gütesiegel zu entwickeln, das von den Inhalten her die erforderlichen fachlichen Standards für ein Familienzentrum definiert und vom Verfahren her sowohl zum Ende der Pilotphase als auch langfristig umsetzbar ist. Am 02.12.2006 sind auf einer landesweiten Veranstaltung erste Überlegungen zu einem Gütesiegel vorgestellt worden.

Es soll sich um ein konzeptgebundenes Gütesiegel handeln, das zertifiziert, dass die für ein Familienzentrum charakteristischen Dienstleistungen in hinreichendem Umfang und auf gutem Niveau angeboten werden. Es informiert Eltern, Einrichtung, Träger und Finanzier über diese Qualität. Es macht aber keine Aussage über die allgemeine Qualität der Bildung, Betreuung und Erziehung (Kerngeschäft) einer Kindertageseinrichtung.

Aus Inhalts- und Kostengründen soll die Gütesiegelvergabe durch Überprüfung der Selbstevaluation, einer Dokumentenanalyse und der Begehung vor Ort vorgenommen werden. Die Gültigkeitsdauer soll ca. drei Jahre betragen. Eine Gütesiegelfähigkeit soll gegeben sein, wenn eine hinreichende Anzahl der Leistungsbereiche auf einem Gütesiegelniveau realisiert ist. Schwächen bei einem Leistungsbereich können durch besonders gute Qualität bei anderen kompensiert werden. Mit einer Gütesiegelskala soll ein Qualitätsprofil mit erreichten Qualitätsstufen darstellbar gemacht werden. Die Gütesiegelvergabe soll nach den Vorstellungen von Prof. Tietze durch eine externe von Jugendhilfe-Verwaltung und Trägern unabhängigen Instanz erfolgen (20).

Fußnoten

(1) www.dzi.de.

(2) www.musikschulen.de => Projekte => LEOPOLD.

(3) Vgl. www.dksb.de; www.kinderschutzbund-essen.de.

(4) Als erster Ortsverband des DKSB wurde die Beratungsstelle des Ortsverbandes Münster im Bereich "Gewalt gegen Kinder und Jugendliche" im Juli 2005 ausgezeichnet (Westfälische Nachrichten vom 31.08.2005).

(5) So schon 1998 der Kronberger Kreis: "Wir wollen auch nicht behaupten, dass es mit dem Verteilen von Noten oder Qualitätssiegeln getan ist. (...) Wir distanzieren uns also von der bloßen Bewertung, von der Rationalisierung und Effektivierung heutiger Kindertageserziehung. Wir wollen die Klärung ihrer Standards, Kriterien und Verfahren, kurz: Qualitätsentwicklung im Dialog" (Kronberger Kreis 1998, S. 14 f.). Eine Fachzeitschrift titelte: Wir brauchen keinen Kindergarten-TÜV! (Strätz 2001, S. 25).

(6) "Die erfolgreichen Bemühungen einer Einrichtung, den von der Profession gesetzten Standards zu entsprechen, sollten auch nach außen hin ausgewiesen werden. Diese kann durch eine Zertifizierung geschehen, in der (...) eine von der Profession anerkannte Zertifizierungsstelle nach von der Profession anerkannten Kriterien prüft und bescheinigt, inwieweit ein bestimmtes Niveau pädagogischer Qualität gegeben ist" (Tietze 1998, S. 375). 2001 wird "ein allgemeingültiges pädagogisches Gütesiegel für den deutschen Kindertagesstättenbetrieb" vorgeschlagen (Spieß/ Tietze 2001, S. 29). Als Merkmale dieses Gütesiegels werden eine "neutrale Instanz" (25), "Besuche in Kitas" (26), eine "abgestufte Messung, z.B. mit Qualitätssternen" (26) und eine "zeitlich begrenzte Gültigkeit" (27) aufgeführt.

(7) PädQuis - Pädagogische Qualitäts-Informations-Systeme gGmbH (www.paedquis.de). 12 Kindertageseinrichtungen aus dem Land Brandenburg hatten sich vor zwei Jahren einer externen Qualitätsfeststellung unterzogen, einen Qualitätsentwicklungsprozess angeschlossen und im Jahr 2005 mit einer zweiten Qualitätsfeststellung die erfolgreiche Qualitätsentwicklung dokumentiert.

(8) 12. Kinder- und Jugendbericht: http://www.bmfsfj.de/RedaktionBMFSFJ/Abteilung5/Pdf-Anlagen/zwoelfter-kjb,property=pdf.pdf.

(9) Vgl. Pressemitteilung Nr. 386/2005 des BMFSFJ, veröffentlicht am 02.07.2005: "Bundesfamilienministerium setzt mit neuem RAL-Gütezeichen erstmals Qualitätsstandards für die Vermittlung und Beschäftigung von Au-pairs"; vgl. auch www.guetegemeinschaft-aupair.de.

(10) "In Deutschland herrschen beliebige Maßstäbe" (Mayer 2001, S. 41). Dieser Einschätzung kann auch im Jahr 2007 genauso zugestimmt werden.

(11) Das zeigt auch die Teilnahme an den vielen Kita-Wettbewerben der letzten beiden Jahre. Am Kita-Preis "Dreikäsehoch" der Bertelsmann-Stiftung haben in den letzten drei Jahren insgesamt etwa 800 Kindertageseinrichtungen teilgenommen (vgl. www.kinder-frueher-foerdern.de). Andere Ausschreibungen haben ähnlich hohe Teilnahmen zu verzeichnen.

(12) KTK-Gütesiegel 2004/2006. Einleitung - 2. Allgemeine Informationen zum Anbieter des Gütesiegels: www.ktk-bundesverband.de.

(13) Ebd. 3. "Wenn der Verband katholischer Tageseinrichtungen für Kinder ein Qualitätshandbuch herausgibt, dann braucht man sich nicht zu wundern, dass in diesem Buch Religion und alles, was dazu gehört (wie zum Beispiel Glaube, Kirche, Gottesdienst), eine große Rolle spielen."

(14) Ebd. Die Zertifizierungsgesellschaften 1-9. "DOS GmbH", "EUROPANOZERT", "EQ ZERT", "M-ZERT", "proCum Cert GmbH".

(15) Ebd. Kinder 5 f.

(16) 12. Kinder- und Jugendbericht 2005, S. 352.

(17) Vgl. www.paedquis.de oder www.cornelsen.de (Kindergarten-Skala - KES-R - , 3. Aufl. 2005, Krippen-Skala - KRIPS-R - 2005, Hort/Ganztagsangebote-Skala - HUGS - 2005 und Tagespflege-Skala - TAS - 2005).

(18) Vgl. Braun 2003, 2005. Auch in Münster ist das Projekt QuaMS 2003 - 2005 (Qualitätseinschätzung mit Einschätzskalen - Qualitätsentwicklung - neuerliche Qualitätseinschätzung mit Einschätzskalen) zum Teil kritisch und kontrovers diskutiert worden (Mündliche Mitteilungen - eine Veröffentlichung zu dem Projekt gibt es nicht). Die unterschiedlich qualifizierten und häufig wechselnden externen "Einschätzer" scheinen eines der Hauptprobleme für ein "methodisch gesichertes Messverfahren" zu sein. Eine weitere Schwierigkeit ist, dass bisher wissenschaftlich fast ausschließlich PädQuis mit Einschätzskalen Qualität misst, so dass es keine vergleichenden Studien gibt.

(19) Vgl. www.familienzentren.nrw.de.

(20) Vgl. http://www.familienzentren.nrw.de/projekte/1/veranstaltungen/veranstaltungen.html => Folien Tietze.

Literatur

Braun, U.: Eine Premiere in der Frühpädagogik. Qualitätsfeststellung in Göttinger Kindertageseinrichtungen und "Evaluation der Evaluation". Kita aktuell ND, 12/2003, S. 253-256 (www.kindergartenpaedagogik.de/1121.html)

Braun, U.: Qualitätseinschätzung mit Einschätzskalen in Kitas: Was gibt's und wie funktioniert's? klein & groß, 06/2005, S. 48-50

Diller, A./ Leu, H.R/ Rauschenbach, T. (Hrsg.): Der Streit ums Gütesiegel. Qualitätskonzepte für Kindertageseinrichtungen. München: DJI-Verlag 2005

Kronberger Kreis für Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen: Qualität im Dialog entwickeln. Seelze: Velber 1998

Mayer, S.: Fünf Sterne für die Kleinsten. Was ist ein guter Kindergarten? DIE ZEIT vom 21.10.2001, S. 41

KTK-Gütesiegel, 2004, Hrsg.: Verband Kath. Tageseinrichtungen für Kinder (KTK) - Bundesverband e.V., Karlstr. 40, 79104 Freiburg i.Br.

Spieß, C.K./ Tietze, W.: Gütesiegel als neues Instrument der Qualitätssicherung von Humandienstleistungen. Gründe, Anforderungen und Umsetzungsüberlegungen am Beispiel der Kindertageseinrichtungen. Diskussionspapier Nr. 243. Berlin: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung 2001 (www.diw.de)

Spiewak, M.: Wenn der Inspektor zweimal klingelt. DIE ZEIT vom 30.06.2005, S. 35-36

Strätz, R.: Wir brauchen keinen Kindergarten-TÜV! In: Welt des Kindes, 4/2001, S. 25

Tietze, W. (Hrsg.): Wie gut sind unsere Kindergärten? Eine Untersuchung zur pädagogischen Qualität in deutschen Kindergärten. Neuwied u.a.: Luchterhand 1998

Tietze, W./ Förster, C.: Allgemeines pädagogisches Gütesiegel für Kindertageseinrichtungen. In: Diller, A./ Leu, H.R/ Rauschenbach, T. (Hrsg.): Der Streit ums Gütesiegel. Qualitätskonzepte für Kindertageseinrichtungen. München: DJI-Verlag 2005, S. 31-66

Tietze, W./ Förster, C.: Qualitätsfeststellung und Gütesiegel. Das Deutsche Kindergarten Gütesiegel als neuartiges Instrument der Qualitätssicherung in Kindertageseinrichtungen. frühe Kindheit. Die ersten sechs Jahre. Zeitschrift der Deutschen Liga für das Kind in Familie und Gesellschaft e.V., 04/2006. S. 8-12

12. Kinder- und Jugendbericht. Hrsg. v. Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Berlin 2005

Autor

Ulrich Braun, Diplom-Pädagoge, Münster, Homepage: www.u-braun.de