Eckenhaider Fußballcup der Kindergärten

Barbara Perras

 

Drei - zwei - eins - meins...

Fast so schnell und gezielt wie eine Ersteigerung im Internet gewannen die Jungen und ein Mädchen des Evang. Kindergartens Eckenhaid die jeweils 10minütigen Spielrunden in der Hauptschulturnhalle in Eschenau. Den beiden Mannschaften unseres Kindergartens gelang es, jeweils beide Mannschaften der "gegnerischen" Kindergärten "Montessori" und "Katholisch" zu besiegen. In der Endrunde spielten sozusagen alle drei Kindergärten unter sich: Der Montessorikindergarten um den 5. und 6. Platz, der Katholische Kindergarten um den 3. und 4. Platz und der Evangelische Kindergarten um den 1. und 2. Platz. Somit waren uns der Sieg und der Wanderpokal in diesem Jahr bereits sicher, als nach 15 Uhr die letzte Spieleinheit ausgetragen wurde.

Vergessen waren für uns, für die Kinder, die ehrenamtlichen Trainer und die Erzieherinnen, die vielen Wochen der Übung in der Turnhalle der Grundschule Eckenhaid. Immer montags und donnerstags marschierten bis zu 15 Kinder aus unseren drei Gruppen gemeinsam in Begleitung von zwei Übungsleitern und einer Erzieherin kurz vor 13 Uhr vom Kindergarten los. In diesem Winter wurden wir sehr oft von nassem Wetter begleitet.

Bereits beim Ausziehen achteten wir sehr auf die Selbständigkeit der Kinder. Wer nicht weiß, wohin seine Beine in der Hose kommen, hat meist auch Probleme, mit seinen Füßen den Ball in eine geplante Richtung zu bringen. Auch wenn das Umkleiden dadurch etwas länger dauerte, bekam jeder die Zeit, die er dazu brauchte.

Nach einer Aufwärmphase, in der bevorzugt "Schwarzer Mann" gespielt wurde, übten die Kinder in zwei bis drei Mannschaften gegeneinander. An den Montagen, an denen wir länger in der Halle bleiben konnten, wurde abschließend oder zwischendurch zusätzlich das direkte Tore Schießen geübt. Die Kinder lernten spielerisch die Fußballregeln: wer bei einem Aus den Einwurf machen darf und wann eine Ecke angezeigt ist. Ein Einwurf wird geworfen, eine Ecke geschossen...

Wie gut oder schlecht unsere Kinder im Wettbewerb spielen würden, wusste ich nicht, ich hatte keinen Vergleich. Nach dem Training wurden die Kinder aus der Mäusegruppe und einige andere von den Eltern direkt abgeholt. Manche Kinder blieben vor Ort, weil anschließend montags Handball und donnerstags Kinderturnen angeboten wird; die restlichen Kinder gingen mit der Erzieherin zurück zum Kindergarten.

Am vergangenen Samstag war es dann endlich so weit: Die Mannschaften der drei Kindergärten durften sich miteinander messen. Die Fußballtrikots wurden an die Kinder ausgeteilt und die Gruppen aufgestellt. In den folgenden 2,5 Stunden wurden vor dem begeisterten Publikum - jeder Kindergarten hatte natürlich seinen "Fanclub", bestehend aus den eigenen Familien, anderen Kindergartenkindern, deren Eltern und natürlich den Erzieherinnen der Einrichtungen, dabei - die Sieger ermittelt. Jeder Spieler bekam einen eigenen Pokal.

Groß war die Freude für unseren Kindergarten vor allem deshalb, weil der Wanderpokal nach seinem einjährigen Aufenthalt im Montessorikindergarten und danach im Katholischen Kindergarten in diesem Jahr das erste Mal zu uns kam. Und unsere pädagogischen Bemühungen, unsere Konzeption in Richtung Bewegung stark zu erweitern, bekamen dadurch unerwarteten Rückenwind. Eine Bestätigung, dass wir gemeinsam auf dem richtigen Weg sind!